Feuer und Flamme für die Neustadt

Nach monatelanger Umgestaltung und Sanierung wird der Neustadtplatz in Gelsenkirchen am samstag, dem 07.12.2013, mit einem Nachbarschaftsfest offiziell eingeweiht. Hier verfolgen (v.l.) Bachar (6) undDarya (9) mit ihren Eltern die Künste des Feuerpädagogen Markus Schmidt.
Nach monatelanger Umgestaltung und Sanierung wird der Neustadtplatz in Gelsenkirchen am samstag, dem 07.12.2013, mit einem Nachbarschaftsfest offiziell eingeweiht. Hier verfolgen (v.l.) Bachar (6) undDarya (9) mit ihren Eltern die Künste des Feuerpädagogen Markus Schmidt.
Foto: WAZ

Gelsenkirchen. Der Neustadtplatz und der fußläufige Bereich der Bochumer Straße erscheinen in neuem Glanz. Bei der Einweihung am Samstag wurde es heiß und spektakulär. Über Jahre hinweg war der Bereich rund um den Neustadtplatz alles andere als ein Aushängeschild der Stadt.

Seit vergangener Woche sind die Umbauarbeiten abgeschlossen. Ein Brunnen setzt optische Anreize, zahlreiche Sitzgelegenheiten bieten Anlass zum Verweilen und zur Kommunikation. Zudem kann der Neustadtplatz in Zukunft für verschiedenste Veranstaltungen im Stadtteil genutzt werden.

Ein Grund, um zu feiern. Am Samstag wurde der neu gestaltete öffentliche Raum von Oberbürgermeister Frank Baranwoski feierlich eingeweiht. Zahlreiche Akteure aus dem Stadtteil stellten unter dem Motto „Feuer und Flamme für die Neustadt“ ein vielfältiges Programm mit kulinarischen Spezialitäten, modischen Höhepunkten und feuriger Artistik auf die Beine.

Der Angstraum ist verschwunden

„Heute können wir uns wirklich einmal freuen“, verkündete der Oberbürgermeister. „Auch wenn wir das in Gelsenkirchen nicht so gerne machen. Ob es um das Wetter geht, um Fußball oder eben um unsere Stadt. Wir sehen ja gerne alles etwas kritischer.“ Was das Wetter anging, bestand auch am Samstag reichlich Grund zum Schimpfen, vom Fußball gar nicht zu sprechen. Doch der neugestaltete fußläufige Bereich der Bochumer Straße hinter dem Hauptbahnhof ist in der Tat ein Grund zur Freude.

„Wenn ich mich daran zurückerinnere, wie es hier vor zehn oder zwanzig Jahren aussah, dann hat sich doch einiges getan“, erklärte Baranowski. „Der Neustadtplatz war zugewuchert, wir hatten einen Bahnhof, durch den sich keiner getraut hat und eine Fußgängerzone, in die keiner wollte.“ Nun sei also auch dieser eher schmuddelige Teil der Neustadt Geschichte. 2,5 Millionen Euro hat die Stadt in die Hand genommen.

Treffpunkt für den Stadtteil

Vor allem im Sommer soll die Fußgängerzone in der Neustadt zu einem Treffpunkt im Stadtteil werden. Als relativ junger, internationaler und zentral gelegener Stadtteil, mit einer großen alteingesessenen Nachbarschaft, habe die Neustadt jeder Menge Potenzial für die Zukunft. „Es ist ihr Raum, sie müssen jetzt etwas daraus machen“, appellierte Baranowski an die Bürgerschaft.

Die zahlreichen Akteure des Stadtteils, die am Samstag ein buntes Programm anboten, unterstreichen dies im Gegenzug. Für Gaumenfreuden sorgten internationale Spezialitäten und eine der Jahreszeit entsprechende heiße Feuerzangenbowle. Die Gelsenkirchener Newcomer von Björn Clothing und die Designerin Helena Tavakoli präsentierten neuste Mode. Richtig heiß wurde es dazu noch bei der Feuerkunst von Fire-Art X. Die drei Artisten zeigten spektakuläre Salti und Verrenkungen trotz brennender Stöcke, schluckten Flammen und tanzten Limbo.

 
 

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