Festprogramm lockt rund 20 000 Besucher an den Rhein-Herne-Kanal

Der Gelsenkirchener Kanu-Club feierte am Samstag mit vielen Gästen 100 Jahre Rhein-Herne-Kanal auf dem Vereinsgelände an der Münsterstraße. Dabei konnten die Besucher mit dem Drachenboot mitfahren oder Rudern als Krafttraining ausprobieren.
Der Gelsenkirchener Kanu-Club feierte am Samstag mit vielen Gästen 100 Jahre Rhein-Herne-Kanal auf dem Vereinsgelände an der Münsterstraße. Dabei konnten die Besucher mit dem Drachenboot mitfahren oder Rudern als Krafttraining ausprobieren.
Foto: WAZ FotoPool
Das Geburtstagsfest zum 100-jährigen Bestehen des Rhein-Herne-Kanals lockte laut Regionalverband Ruhr (RVR) rund 20.000 Besucher an den KulturKanal. KanalLeben gab’s auch in Gelsenkirchen reichlich. Etwa beim Kanu-Club, an der Schleuse, im Hafen Grimberg oder im Nordsternpark.

Gelsenkirchen.. Da war ordentlich was los! Das Geburtstagsfest zum 100-jährigen Bestehen des Rhein-Herne-Kanals lockte laut Regionalverband Ruhr (RVR) rund 20.000 Besucher an den KulturKanal. KanalLeben gab’s auch in GE. Ein Eindruck:

Eine Trommlerin schlägt den Rhythmus, während der Steuermann vorne unterstützend mitzählt – die Geräusche sind schon von Weitem zu hören. Wenige Sekunden später zieht das „Team Canale Crange“ vorbei. So der Name des Drachenbootes. An Bord: 20 Hobby-Paddler jeden Alters. Als sich das Boot dem Steg am Kanu Club nähert, ertönt eine Geräuschkulisse – unter die Paddelgeräusche mischen sich Musik, Kinderlachen, Gesprächsfetzen. „Hier ist der Bär los“, berichtet ein vorbei schlendernder Besucher seinem Bekannten am Telefon. Auch der Vorsitzende Andreas Schmidt gibt sich sehr zufrieden, „trotz des Wetters“. Zwar hat Petrus den Himmel grau in grau getaucht und lässt so auch den Kanal eher eintönig erscheinen, aber trocken bleibt es die meiste Zeit. Und Besucher und Boote geben ihr Bestes, um den Kanal trotzdem in bunten Farben erstrahlen zu lassen.

Blaskapelle an den Schleusen

An den Schleusen bietet sich ein anderes Bild. Weniger bunt, dafür aber mit einer „gute Laune“ Blaskapelle, die so manchen Besucher zum Tanzen animiert. Das Hydroklappschiff „MS109“ können die „Ruhr-Touris“ dort besichtigen. Schiffsführer Marcus Zimmermann hat bereits am Vortag dort angelegt, denn heute ist der Verkehr für die motorisierte Schifffahrt tabu. Zimmermann steht den Besuchern Rede und Antwort, erzählt Anekdoten aus dem Leben eines „Seemannes“. Das sich natürlich über die letzten Jahrzehnte beträchtlich geändert hat. Zimmermann muss es wissen: Er ist Schiffsführer in der zwölften (!) Generation. Für die Schwindelfreien besteht die Möglichkeit, den Kanal bei einer Kranfahrt von oben zu betrachten. Wer lieber von unter erkundet: das ist bei einer zweistündigen Schiffsfahrt ebenso möglich wie zu Fuß oder Fahrrad.

Relaxen im Nordsternpark

Das Ende der Gelsenkirchener Erlebnispassage führt zum Nordsternpark. Dort hat der RVR zum „unbeschwerten Sommertag“ bei Picknick eingeladen. Sommertag – naja. Deswegen überrascht es nicht, dass nur wenige Menschen sich auf die Wiesen neben dem Amphitheater gefläzt haben. Immerhin die aufgestellten Liegestühle sind größtenteils belegt – gechillt wird bei Cocktails und entspannter Live-Musik von Desmond Myers. Am Wasser testen Jung wie Alt den Trendsport Stand-Up-Paddling. Sicherheitshalber ist da natürlich auch die DLRG zur Stelle, informiert außerdem an Ständen über sich, ebenso wie die Feuerwehr.

 
 

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