Fesselnde Fassung des Requiem

Foto: WAZ FotoPool

Mit einem Ausrufezeichen verabschiedete sich die Neue Philharmonie Westfalen in die Sinfoniekonzert-Sommerpause: Die Aufführung von Giuseppe Verdis „Messa da Requiem“ beeindruckte mit großem Personalaufwand und konnte künstlerisch fast durchweg überzeugen.

Verdi (1813 – 1901) schuf mit seinem Requiem eine der bedeutendsten geistlichen Kompositionen des 19. Jahrhunderts, inspiriert durch den Tod des italienischen Dichters Alessandro Manzoni 1873. Ein Jahr später wurde Verdis musikalischer Tribut aufgeführt, eine knapp 90-minütige monumentale Fassung der lateinischen Totenmesse.

Bei Generalmusikdirektor Heiko Mathias Förster und der blendend aufgelegten Neuen Philharmonie war das Werk in besten Händen: Förster betonte die Vielseitigkeit der komplexen Komposition, ließ der melodischen und harmonischen Schönheit vieler Passagen ausreichend Raum, ohne die brutale Wucht des „Dies Irae“ abzumildern. Mit glühender Intensität und nuanciertem Detailreichtum gestalteten Orchester und GMD diese packende, fesselnde Musik.

Die Solistinnen Eva Hornyakova (Sopran) und Lucia Duchonová (Mezzosopran) sangen ihre Parts durchweg brillant mit schlankem und lyrischem Ton und berückendem Piano. Jeder ihrer Einsätze war dank intensiver Interpretation ein Erlebnis. Beeindruckend und dicht am Textgehalt sang auch Bassist Ondrej Mráz. Lediglich Tenor Sergio Blazquez schien etwas indisponiert, seine Tongebung eng und mit forciertem Vibrato. Das frühere Ensemblemitglied des Musiktheaters kennt man in besserer Verfassung.

Gleich vier Ensembles (Städt. Musikverein Gelsenkirchen, Städt. Chor Recklinghausen, KonzertChor Unna und Gürzenich-Chor Köln) übernahmen den anspruchsvollen Chorpart – eine beachtliche Leistung, zumal sich nur selten kleine Unsicherheiten zeigten.

 
 

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