Feinfühlige Jazzklänge von Sebastian Gahler

Einen Till Brönner der Tasten hat ein Kritiker vor einigen Jahren den Düsseldorfer mal genannt. Und damit wohl einfach seine hohe Wertschätzung für Sebastian Gahler zum Ausdruck bringen wollen. Großes Lob jedenfalls hat sich der Pianist längst verdient. Das zeigte auch sein Konzert auf Einladung der Initiative „GEjazzt“ in der Kellerbar des Consol Theaters, der er am Freitagabend nachkam.

Musik zum Genießen

Sebastian Gahler ist keiner dieser jungen wilden Tastenlöwen, die mit rasenden Läufen imponieren wollen. Eher verwöhnen der Pianist und sein Trio mit feinfühligen, swingenden, selbst geschriebenen Nummern. Mit Stücken Musik, bei denen man sich zurücklehnen und genießen kann, ohne dabei auch nur einen Moment lang eingelullt zu werden. Dafür sorgen schon diese starken Melodien, denen man als Zuhörer einfach Aufmerksamkeit schenken muss. Und dafür sorgt das Zusammenspiel von Sebastian Gahler mit Schlagzeuger René Marx und dem Kontrabassisten Matthias Nowak, der den etatmäßigen Mann am Tieftöner sehr gut vertritt.

Und dann ist auf Consol da noch der sowohl national als auch international renommierte Saxofon-Veteran Wolfgang Engstfeld, ebenfalls aus Düsseldorf, mit dem das Trio in diesem Frühjahr die gemeinsame Klasse-CD „Down The Street“ herausgebracht hat.

Mit seinem kräftigen Ton auf dem Tenorsaxofon, den er in Balladen auch mal sanft und mit viel Luft geblasen erklingen lässt, prägt Wolfgang Engstfeld diesen Abend entscheidend mit, übernimmt er doch häufig das Themenspiel und lockt die anderen Jungs auch mal zu einem Ausflug in boppige Gefilde.

Am Ende dieses „Gejazzt“-Abends gab es viel Applaus für ein starkes Konzert von vier beeindruckenden Jazzkünstlern. Für die nächste „Gejazzt auf Consol“-Ausgabe ist am Freitag, 25. November, Ansgar Specht & The Hammond Collective vorgesehen.

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