Fans klagen über chaotische Verhältnisse bei "Rock im Pott"

War das Festival "Rock im Pott" in diesem Jahr schlecht organisiert? Bei den Besuchern gehen die Meinungen darüber auseinander.
War das Festival "Rock im Pott" in diesem Jahr schlecht organisiert? Bei den Besuchern gehen die Meinungen darüber auseinander.
Foto: Caroline Seidel/dpa
27.000 Zuschauer feierten zum zweiten Mal das Festival "Rock im Pott" auf Schalke. Die gute Stimmung war jedoch ein wenig getrübt. Unsere Nutzer berichten von langen Schlangen an den Toiletten und schlechter Akustik in der Arena. War das Festival ein Erfolg? Unsere Nutzer diskutieren.

Essen. Den geräumigen Stadionkomfort konnten die Rock-Fans dieses Jahr in vollen Zügen genießen, denn die gerade mal 27.000 Fans füllten dieses Jahr nur den Innenraum aus, die Ränge blieben leer. Ob das Festival nun Top oder Flop war und woran es lag, dass die Zuschauerzahl so drastisch gesunken ist, darüber sind unsere Nutzer geteilter Meinung.

„In einem Jahr from Hero to Zero!“

Die meisten Nutzer in unserm Forum sind der Ansicht, dass die erhöhten Ticketpreise und das Line-up die Schuld an den leeren Rängen tragen. Zeitungslesender spricht in diesem Zusammenhang von einer „Fehlplanung“. Auch Maxim ist der Ansicht, dass die Bands dieses Jahr schlecht gewählt waren: „Biffy Clyro okay, aber der Rest?! In einem Jahr from Hero to Zero.“ Die meisten Besucher haben besonders den deutschen Rapper Casper als deplaziert auf einem Rock-Festival empfunden. Captain_Kirk spricht von einer heterogenen Zusammenstellung des Line-ups die wohl das fernbleiben vieler Besucher zu verbuchen haben dürfte.

90 Euro für einen Festival- Tag

Die meiste Aufregung gab es wohl über die hohen Preise. Traveller1974 beschwert sich über die happigen 90 Euro für einen Stehplatz und das bei einem Ein- Tages- Festival! Sterkrade gibt zu bedenken, dass man die letzte Woche vor dem Konzert bei einer Rabattaktion zwei Karten zum Preis von einer erwerben konnte „Wer weiß wie viele gekommen wären, wenn es das Angebot nicht gegeben hätte.“ Ärgerlich war das natürlich für die Fans, die vorher den vollen Preis bezahlt hatten. Steffi2 bemängelt, dass vor Ort keine Tickets mehr verkauft wurden und einem so ein spontaner Besuch unmöglich gemacht wurde.

„Sechs Ordnungskräfte hatten sieben verschiedene Meinungen, wo wir hin müssen und was wir machen sollen“

Auch während des Events ging so einiges schief. So berichtet Steffi2, dass der Veranstalter „mal eben beschloss, die gesamten Oberränge zu schließen und die Karten vor Ort umtauschen zu lassen, natürlich ohne Gewähr auf einen ähnlichen Sitzplatz.“ K_Oz829 hat ähnliches erlebt und beschreibt die Organisation bei Schließung der Oberränge in der Nordkurve als absolutes Chaos: „Sechs Ordnungskräfte hatten sieben verschiedene Meinungen, wo wir hin müssen und was wir machen sollen.“

Die Getränkeversorgung und die langen Schlangen vor den Toiletten wurden ebenfalls von vielen Besuchern als nervig empfunden. Viele, so zum Beispiel auch K_Oz829 stellen sich die Frage wie chaotisch es bei der Versorgung wohl geworden wäre, wenn die Veranstaltung besser besucht gewesen wäre.

„Bei System Of A Down sind alle ausgerastet“

Viele Besucher waren allerdings auch sehr zufrieden mit dem Festival. So schreibt Knutknutsen: „Das Line-up ist ja immer Geschmackssache. Ich fand das dieses Jahr um einiges besser als im Vorjahr. […]Selbst der eigentlich deplatzierte Casper wusste zu gefallen.“ Die im Gegensatz zum Vorjahr geringe Besucheranzahl hat nach Meinung vieler Nutzer der Stimmung keinen Abriss getan. Matschuk berichtet nach seiner Erfahrung: „Bei Tenacious D und Volbeat war die Stimmung schon der Wahnsinn, aber dann bei System Of A Down sind alle ausgerastet. Schrammen, blaue Flecken und eine Reibeisenstimme zeugen von einem gelungenem Abend!“

Auch andere Besucher waren zufrieden und wollen nächstes Jahr wieder dabei sein. Es bleibt also zu hoffen, dass die Veranstalter aus diesem Jahr eine Lehre ziehen und im nächsten Jahr mit „homogenen“ Line-up, fairen Preisen und guter Organisation glänzen können, damit „Rock im Pott“ 2014 wieder alle so begeistert wie im Vorjahr.

 
 

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