Energiespar-Prämien in Gelsenkirchen an Helfer gespendet

Energiesparen in der Stadtverwaltung Gelsenkirchen: Durch bewusstes Verhalten im Umgang mit Wasser, Strom und Heizung wurde in den Gebäuden der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr Geld eingespart. Ein Teil dieser eingesparten Gelder wurden durch Oberbürgermeister Frank Baranowski im Schloss Horst an zehn verschiedene Organisationen (siehe Bericht) gespendet.
Energiesparen in der Stadtverwaltung Gelsenkirchen: Durch bewusstes Verhalten im Umgang mit Wasser, Strom und Heizung wurde in den Gebäuden der Stadtverwaltung im vergangenen Jahr Geld eingespart. Ein Teil dieser eingesparten Gelder wurden durch Oberbürgermeister Frank Baranowski im Schloss Horst an zehn verschiedene Organisationen (siehe Bericht) gespendet.
Foto: Funke Foto Services
Mitarbeiter in städtischen Liegenschaften in Gelsenkirchen gehen mit Ressourcen sorgsam um und senken so die Kosten für Wasser, Strom und Energie.

Gelsenkirchen.. Seit über zehn Jahren beteiligen sich Mitarbeiter der Verwaltung an einem Energiesparprojekt. Begleitet von einer Beraterfirma aus Bielefeld (e & u Energiebüro) werden sowohl altgediente als auch neue Angestellte in über einem dutzend Liegenschaften beraten, wie sich mehr Energie einsparen und so das Klima besser schützen lassen. Die Ergebnisse sind durchaus beachtlich: Im ausgewerteten Zeitraum 2013 sind umgerechnet 95 480,40 Euro an Energiekosten eingespart worden. Als Belohnung und als Anreiz, sich weiter in der Richtung zu engagieren, erhalten die 15 Prozent der eingesparten Gesamtsumme als Prämie.

Das aber hatte in der Bürgerschaft für einige Irritationen gesorgt. Siegfried Schmitz aus Bulmke-Hüllen hat etwa gefragt: „Sind die städtischen Mitarbeiter nicht von Amtswegen gehalten, mit den von den Steuerzahlern bezahlten und überlassenen Ressourcen Strom, Gas und Wasser sparsam umzugehen?“ Warum also zusätzliches Geld ausschütten für etwas, was selbstverständlich sein muss – schließlich werden die Mitarbeiter auch dafür bezahlt?

Irritationen in der Bürgerschaft

„Das Energiesparprojekt ist ein sich stetig erneuernder Prozess“, sagt Stadtsprecher Martin Schulmann. Gewohnheiten oder Nachlässigkeiten müssten beseitigt werden, in dem man neue wie langjährige Kollegen gezielt schule und auch immer wieder neue Anreize schaffe, stets daran zu denken, sorgsam mit Ressourcen umzugehen. „Und es ist ja nicht so, dass die Prämiengelder in die Taschen der Beteiligten fließen“, so Schulmann weiter .

Der Bonus in Höhe von rund 14 500 Euro wurde in Spenden an verschiedene Gelsenkirchener Einrichtungen sowie in Preise für ein Energie-Quiz investiert. Je 1000 Euro erhalten die Ev. Jugend Apostel-Kirchengemeinde, der Förderverein des Sozialpädiatrischen Zentrums Gelsenkirchen e.V., der Verein zur Förderung von Familientrauerbegleitung, Lavia e.V., die Lebenshilfe Wohnverbund NRW gemeinnützige GmbH – Wohnstätte, der Förderverein Kinderklinik mit Herz e.V., das Forum 2000 Gelsenkirchen-Bismarck/Schalke-Nord e.V., der Kinderschutzbund e.V. - Ortsverband Gelsenkirchen, der Nienhof – Verein zur Förderung psychosozialer Arbeit e.V., das Gemeinschaftshaus der Arbeiterwohlfahrt und das Katholische Stadtsekretariat Gelsenkirchen.

Preise für das Energiequiz

Und etwa 4500 Euro sind als Preise in das Energie-Quiz gegangen, die unter Aufsicht des Personalrates und einer Juristin bereits Ende Februar verlost wurden. „Die Teilnehmer haben dabei etwa Gutscheine für eine Wochenendreise gewonnen oder Elektronik-Artikel wie Tablets“, erklärte Schulmann, der ausdrücklich betonte, dass sich über das städtische Energiesparprojekt niemand die Taschen auf Kosten des Steuerzahlers voll mache.

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