Gelsenkirchen

Eltern der getöteten Mihriban (†21) sind Nebenkläger gegen Firat I.: Mutter bricht vor Gerichtssaal in Tränen aus

Firat I. neben seiner Dolmetscherin und seinem Anwalt, Mustafa Kaplan.
Firat I. neben seiner Dolmetscherin und seinem Anwalt, Mustafa Kaplan.
Foto: Bombach

Gelsenkirchen. Die Eltern der getöteten Mihriban (†21) traten beim fünften Prozesstag gegen Firat I. am Landgericht Essen als Nebenkläger auf. Dafür waren sie extra aus der Türkei angereist.

Ihnen gehe es um Gerechtigkeit für ihr getötetes Kind, sagt der Anwalt der Eltern.

Mutter begrüßt Dolmetscherin des Angeklagten herzlich

Firat I. wird vorgeworfen, sein Auto im Februar 2017 auf der A42 bei Gelsenkirchen mit 160 km/h absichtlich unter einen Sattelschlepper gelenkt zu haben, um seine Frau umzubringen.

Die Mutter der Toten begrüßte bereits vor der Verhandlung die Dolmetscherin des Angeklagten herzlich. Küsschen rechts, Küsschen links und ein paar Sätze auf türkisch. Dann bricht sie in Tränen aus.

Minutenlang weint sie, der Vater der Toten sitzt teilnahmslos daneben.

Firat I. sieht mitgenommen aus

Im Gerichtssaal dann das gleiche Bild. Immer wieder tupft sich die Mutter die Augen mit einem Taschentuch ab. Der Vater verzieht keine Miene.

Der Angeklagte, Firat I. sieht dünner aus als noch am ersten Prozesstag. Seine Haare sind geschnitten, am Kopf ist über dem rechten Ohr eine große längliche Narbe sichtbar.

Sein Gesichtsausdruck wirkt immer noch gequält wie am ersten Tag.

Nächster Prozesstag voraussichtlich am 19. September

Der fünfte Prozesstag verläuft kurz. Die Aussage der Mutter wird aufgenommen, sie berichtet von dem Verhältnis zu ihrer Tochter. Dann stellt Verteidiger Mustafa Kaplan einige Anträge, die das Verfahren noch beeinflussen können (wir berichteten).

Der nächste Prozesstag findet voraussichtlich am 19. September statt.

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