Eine Erfolgsgeschichte

Den Abschluss der Reihe Klezmerwelten 2012 bildete authentische Aufführung einer jüdischen Hochzeit im Wissenschaftspark.
Den Abschluss der Reihe Klezmerwelten 2012 bildete authentische Aufführung einer jüdischen Hochzeit im Wissenschaftspark.
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.. Diese Volksmusik erklang ursprünglich vor allem als Festmusik. Mit Klezmer-Rhythmen wurde traditionell zu jiddischen Hochzeiten aufgespielt. So war es nun nur folgerichtig, dass das dritte Gelsenkirchener Klezmer-Festival mit einer theatralischen jüdischen Hochzeitsfeier zu Ende ging.

„Mazel Tov“, die authentische Inszenierung einer jüdischen Trauung, ging im Wissenschaftspark vor ausverkauften Reihen über die Bühne.

Norbert Labatzki, Gelsenkirchener Musiker und Mitinitiator der „klezmer.welten“, inszenierte das spektakuläre Fest für die Sinne mit Musik, Schauspiel, Tanz und einem stilechten Hochzeitsdinner. Die Feier wurde ins 19. Jahrhundert verlegt, so dass die Zuschauer auch noch eine Menge über uralte jüdische Traditionen erfahren konnten.

Klezmer-Workshop kam an

Als der letzte sprichwörtliche Vorhang gefallen war, atmeten die Veranstalter nach zweieinhalb prall gefüllten Wochen durch. „Wir sind insgesamt sehr zufrieden mit dem Verlauf des Festivals“, zieht Hans-Joachim Siebel vom städtischen Kulturreferat eine positive Bilanz. „Gerade in der zweiten Woche waren alle Veranstaltungen ausverkauft.“ Das sei angesichts des organisatorischen und finanziellen Aufwands wichtig und notwendig gewesen. „Ohne die Hilfe der Bürgerstiftung Gelsenkirchen und der Stiftung der Sparkasse Gelsenkirchen wäre ein solches Festival nicht zu stemmen.“ Auch die Jüdische Gemeinde habe sich sehr eingebracht.

Zu einem unerwartet großen Erfolg geriet der Klezmer-Workshop für Kinder und Jugendliche im jüdischen Gemeindezentrum. Siebel: „Erstaunlich, was dort musikalisch in kurzer Zeit und mit viel Spaß geleistet wurde.“ Das geweckte Interesse sei so groß geworden, dass einige der jungen Teilnehmer noch andere Veranstaltungen besucht haben. und gleich nach dem nächsten Workshop fragten.

Erst Bilanz ziehen, dann weiter sehen

Nach dem nächsten Klezmer-Festival erkundigten sich auch viele der Besucher. „Es gibt natürlich das Interesse der Veranstalter, das Festival fortzusetzen“, sagt Hans-Joachim Siebel, „aber vermutlich nicht gleich im nächsten oder übernächsten Jahr.“ In der nächsten Woche werden sich die Macher zusammen setzen, Bilanz ziehen und über Folgeveranstaltungen nachdenken.

Das nach 2003 und 2004 dritte Klezmer-Festival hatte international renommierte, hochkarätige Musiker der Klezmer-Szene in die Stadt geholt, darunter die New Yorker „Klezmatics“.

 
 

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