Einblicke und Ausblicke

Foto: WAZ

Geschichte zum Anfassen bietet der Tag des Denkmals traditionell an jedem zweiten Sonntag im September. Auch in Gelsenkirchen werden am 13. September wieder die (Denkmal)-Türen geöffnet.

Einblicke hinter die Kulissen und sachkundige Führer bringen den Besuchern nicht nur die Gebäude und ihre Historie näher, sondern auch die Arbeit der Denkmalpfleger. Folgende Gebäude werden präsentiert:

Rathaus Gelsenkirchen Buer Goldbergstraße 12.

Hoch hinaus geht's bei der Visite. Aus 60 Meter bietet sich vom Rathausturm aus der perfekte Überblick. Das Verwaltungsgebäude mit Uhrenturm wurde 1911 als Rathaus für die ehemalige Stadt Buer errichtet, der Paternoster stammt aus den 1950er Jahren. Führungen: 10, 11, 15 und 16 Uhr. ( 3 85-0) Die Teilnahme ist auf je 16 Personen begrenzt. Teilnehmerkarten gibt es im Bürgercenter im Rathaus Buer. Treffpunkt ist der Eingang gegenüber dem Busbahnhof.

Tageseinrichtung für Kinder, Niefeldstraße 18a.

Die ehemalige „königlich-preußische Kleinkinderschule" wurde 1911/12 als erste öffentliche Einrichtung der frühesten Kolonie der Zeche Bergmannsglück erbaut. Geöffnet 12 bis 17 Uhr mit Führungen um 13, 14.30 und 16 Uhr. Zu sehen sind historische Zeichnungen, Pläne, Fotos und Bilder. ( 3 27 47).

Schloss Horst, Turfstraße 21.

Eine der ersten Adressen der Stadt präsentiert der Förderverein Schloss Horst in Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen. Geplant sind zwei Führungen stündlich sowie nach Bedarf zwischen 11 und 17 Uhr. ( 9 51 66 22)

Evangelische Bleckkirche Grimberger Allee.

Die älteste Kirche im Stadtgebiet mit dem kleinen gewölbesaal von 1735 wurde 1889 erweitert. Der Steinaltar stammt aus dem Jahre 1574. Besichtigung: 11 bis 17 Uhr. Um 15 Uhr ist ein etwa 40-minütiger Vortrag zur Geschichte der Kirche und des Altars geplant. Zu sehen ist eine Ausstellung zur Baugeschichte der Kirche. ( 59 59 84).

Evangelische Christuskirche, Trinenkamp 46.

In der dreijochigen, 1901 geweihten Backsteinkirche, hat Rudolf Schäfer vier Wandgemälde gestaltet. In der Öffnungzeit (11 bis 18 Uhr) wird die Ausstellung „Scriptura et Pictura - Glauben mit Bildern” eröffnet, die Übersetzung und Illustration der Bibel im Wandel der Zeiten zeigt. Passend dazu kann in einer mittelalterlichen Schreibstube das Schreiben mit Federkiel und das Ausmalen von Schmuckinitialen erprobt werden. In Betrieb ist eine nachgebaute Gutenbergperesse – und das Kirchcafé unter der Seitenempore. ( 3 89 19 51).

Zeche Consol Schacht 3/ 4/ 9, Bismarckstraße.

Das Fördergerüst aus dem Jahre 1922 und die dazugehörigen Maschinenhäuser sind Highlights der Bergbaugeschichte. Geöffnet von 11 bis 18 Uhr. Um 14 Uhr wird - wie üblich auf Consol – eine spezielle Führung für Kinder von sechs bis zwölf Jahren angeboten. Wozu Bergmann „Kalle” Knieschoner oder Arschleder braucht, lernen sie spielerisch beim Rundgang „Helm auf, Glück auf - unterwegs mit Kalle Consol". Dauer: etwa 1,5 Stunden.

Industriehistorische Führungen um 14 und 16 Uhr bringen Besuchern „Doppelbock und Dampfmaschine” zwischen Lüftergebäude, Maschinenhaus und Bergmannssiedlung nahe. Die Tour dauert ebenfalls knapp zwei Stunden. Im südlichen Maschinenhaus wird zu jeder vollen Stunde die Zwillingsdampffördermaschine in Betrieb genommen. Kunst und Ausstellungen runden den Einblick ab.

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen, Bahnhofsvorplatz 3.

Zwischen 11 Uhr und 17 Uhr finden stündlich Führungen durch das 1908-10 im Stil der Neorenaissance errichtete Gebäude statt, wobei auch deutlich werden wird, wie dieses „Denkmal” zeitgemäß als Verwaltungsgericht genutzt wird. Interessant dürfte der Blick in die ehemalige Schalterhalle sein: Heute ist hier der Sitz der umfangreichen Gerichtsbibliothek. Um 11.30 und um 14 Uhr wird eine „echte” Gerichtsverhandlung nachgestellt, bei der es um die Denkmaleigenschaft einer alten Industrieanlage geht. Für das leibliche Wohl sorgt die Kantine unter dem Dach.

 
 

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