Ein wichtiger Ansprechpartner

Gefragte Anlaufstelle: Über 20 000 Kontakte zählte die Verbraucherzentrale in der Luitpoldstraße im letzten Jahr.
Gefragte Anlaufstelle: Über 20 000 Kontakte zählte die Verbraucherzentrale in der Luitpoldstraße im letzten Jahr.
Foto: WAZ
20.453 Kontakte zählte die Verbraucherzentrale in Gelsenkirchen 2011. Energiethemen waren dabei besonders gefragt. Immer ein Schwerpunkt ist auch die Schuldnerberatung.

Gelsenkirchen.. Unerlaubte Werbeanrufe, gestiegene Stromkosten oder Forderungen wegen vermeintlicher Urheberrechtsverletzungen -- erster Ansprechpartner bei aktuellen Verbraucherfragen und -problemen ist nach wie vor die Verbraucherzentrale in Gelsenkirchen. Das geht aus dem Jahresbericht 2011 hervor, der Dienstag vorgestellt wurde.

„Es wird deutlich, welche Bedeutung neutrale Informationen in der heutigen Zeit haben“, lobt Oberbürgermeister Frank Baranowski. „Die Mitarbeiter der Verbraucherzentrale sind uns lieb und wichtig.“

Schwerpunkt Schuldnerberatung

Insgesamt haben 20.453 Ratsuchende die Verbraucherzentrale in Gelsenkirchen im letzten Jahr kontaktiert. Dennoch ist die Zahl der Einzelkontakte 2011 leicht zurückgegangen. „Das liegt vor allem daran, dass sich im Bereich der Internet-Abzocke einiges getan hat“, erklärt Ute Helfferich, Leiterin der Beratungsstelle. „Durch neue Formvorschriften ist es für Verbraucher besser erkennbar geworden, wann sie Verträge abschließen müssen.“

Einen Schwerpunkt legt die Verbraucherzentrale weiterhin auf die Schuldnerberatung. „Ein Hauptthema ist das Pfändungsschutzkonto“, verrät Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberaterin Christiane Schrom. Durch eine Gesetzesänderung, die im Januar 2012 in Kraft getreten ist, können Kontoguthaben nur noch durch das sogenannte P-Konto vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt werden und nicht mehr per Gerichtsbeschluss. „Viele Verbraucher wussten das nicht oder hatten Probleme, die richtige Bescheinigung zu erhalten.“

Energie und neue Medien

Gestiegen ist die Zahl der Beratungskontakte auch beim Thema Energie von 18 auf 24 Prozent. „Nach der Teldafax-Pleite blieben viele Fragen offen. Kunden, die sich für Tarife mit Vorkasse für ein Jahr entschieden hatten, baten um Hilfestellungen“, berichtet Helfferich. „Nach der Atomkatastrophe von Fukushima erkundigten sich Verbraucher vermehrt auch über Ökostromanbieter.“

Im kommenden Jahr werden Themen wie Energie oder Neue Medien weiter in den Fokus rücken. Zudem wird eine neue Statistik-Software eingeführt, die es ermöglicht, Beschwerden systematisch zu erfassen und zu analysieren.

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