Ein Kommentar von Inge Ansahl

Preußisch korrekt oder völlig überzogen, das sei mal dahin gestellt. Ganz sicher aber ist die städtische Aufforderung zur Zahlung von Sondernutzungsgebühren zum jetzigen Zeitpunkt das: absolut unsensibel und ohne jegliches Gespür für Diplomatie im Umgang mit Geschäftsleuten, die ohnehin durch die Großbaustelle vor ihren Schaufenstern arg Federn gelassen haben. Was oder wer auch immer die akribischen Vermesser dazu veranlasst haben mag, ausgerechnet jetzt mit dem Zollstock auf Gebührenfang zu gehen, sie haben der Stadt einen Bärendienst erwiesen. Wobei – Stadt ist ein globaler Begriff. Denn hinter der Verwaltungsfassade scheint es durchaus Leute zu geben, die die Empörung einzelner Geschäftsleute nachvollziehen können. Vielleicht kommt die Sondergebührensatzung von 2008 ja noch auf den Prüfstand?

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel