Ein Kommentar von Inge Ansahl

Es ist schon ein starkes Stück, wenn Eigentümer Sanierungsarbeiten am Haus durchführen wollen, entsprechende Anträge stellen – und auf die lange Amtsbank geschoben werden. Wen wundert’s da noch, wenn in Einzelfällen Leute eine öffentliche Bürgeranhörung als Forum nutzen, um ihren Frust loszuwerden. In einem Fall nach zwei (!) Jahren. Um dann obendrein zu erfahren, dass der detaillierte Gestaltungsleitfaden für sämtliche Hausteile mit Außenwirkung noch nicht einmal von der Denkmalbehörde genehmigt worden ist. In den Reihen der Bewohnerschaft der Siedlung Flöz Dickebank knistert es. Das war deutlich spürbar. Aber selbst wenn es ein Problem darstellt, angesichts fortschreitender Privatisierung keine Sanierungsmaßnahmen „am Stück“ durchzuführen, sollte man doch „von Amts wegen“ jedes einzelne Bürgeranliegen ernst nehmen. Als Mindestanforderung wäre da Kommunikation zu nennen. Und die bitte nicht in Amtsdeutsch!

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