Ein Kommentar von Inge Ansahl

Warum um alles in der Welt konnten Jugendamtsleiter Wissmann und sein Stellvertreter so lange ungehindert ihren Privatgeschäften nachgehen, ohne dass irgendjemand etwas bemerkt haben will? Das ist eine zentrale Frage in diesem Amtskrimi. Lag es am autoritären Führungsstil, den man dem Referatsleiter nachsagt? Ein Stil, bei dem man besser kuscht?

Mit Wolfgang Schreck und Holle Weiß möchte momentan sicher niemand gern tauschen: Er ist kommissarischer Leiter des Jugendamts, sie kommissarische Geschäftsführerin von GEkita. Die Rufschädigung, die die kriminelle Geschäftemacherei der suspendierten Jugendamtsleiter nach sich zieht, sie dürfte die Arbeit der jetzt eingesetzten städtischen Mitarbeiter ganz erheblich belasten.

Wissmann und Frings sind bei ihrem Privatgeschäft offenbar sehr clever vorgegangen. Sonst wären sie sicher schon früher aufgeflogen. Dass aus der Politik die Forderung nach arbeitsrechtlichen Schritten immer massiver wird, ist nachvollziehbar. Denn eines steht losgelöst von juristischen Fragen fest: Diese Geschäftspartner sind als Amtsleiter nicht mehr tragbar. Und wer weiß, was schon bald noch aus dem Sumpf auftaucht ...

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