Ehemaliger Gelsenkirchener Jugendamts-Vize wieder im Dienst

Thomas Frings und sein Anwalt Dr. Uwe Klima, hier 2015 auf dem Weg zur Verhandlung am Arbeitsgericht
Thomas Frings und sein Anwalt Dr. Uwe Klima, hier 2015 auf dem Weg zur Verhandlung am Arbeitsgericht
Foto: Funke Foto Services
Thomas Frings, der sich nach dem Jugendhilfeskandal erfolgreich gegen seine Kündigung gewehrt hat, arbeitet jetzt bei der Gafög.

Gelsenkirchen.. Der ehemalige stellvertretende Jugendamtsleiter Thomas Frings (59) ist seit Dienstag wieder offiziell im Dienst – nicht jedoch im städtischen Jugendamt und auch nicht im Rathaus. Frings’ neuer Einsatzort ist bei einem städtischen Tochterunternehmen angesiedelt: der Gesellschaft für Arbeitsförderung (Gafög).

Am Standort Gladbeck wird er nach Informationen der WAZ Maßnahmen konzipieren. Durch die Dienstaufnahme habe Frings rein juristisch sein Einverständnis mit dem neuen Arbeitsplatz erklärt, sagte Stadtsprecher Martin Schulmann gestern auf Nachfrage. Mit Frings’ Anwalt sei die Wiederaufnahme der Arbeit im Vorfeld geklärt worden.

Frings klagte vor dem Arbeitsgericht und bekam Recht

Die Stadt hatte Frings nach der Ausstrahlung des Monitor-Berichts „Mit Kindern Kasse machen“ Anfang Mai 2015 gekündigt. Weil davon ausgegangen wurde, dass er durch seine Teilhaberschaft an der Neustart Kft in Ungarn in den Jugendhilfeskandal eingebunden war.

Während sich die Stadt mit dem ehemaligen Referatsleiter Alfons Wissmann auf einen Auflösungsvertrag einigen konnte, zog Frings vor das Arbeitsgericht und gewann in erster Instanz. Die Stadt legte Berufung gegen das Urteil ein, scheiterte allerdings im Juni dieses Jahres auch vor dem Landesarbeitsgericht in Hamm. Und verzichtete im Nachgang auf eine Nichtzulassungsbeschwerde.

 
 

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