Doetsch zieht es ins neue Stadtquartier Graf Bismarck

Jörn Stender
Die Gelsenkirchener Brandschutz-Firma Otto Doetsch GmbH baut im neuen Stadtquartier Graf Bismarck einen neuen vergrößerten Verwaltungsssitz mit Produktionsstätte. Auf 3100 qm Grund sollen hier 480 qm Büro und Wohnfläche sowie auf 900 qm Ausstellungs, Produktions- und Schulungsräume entstehen. Die Pläne stellt das Unternehmen am Montag auf dem abgesteckten Baufeld vor.
Die Gelsenkirchener Brandschutz-Firma Otto Doetsch GmbH baut im neuen Stadtquartier Graf Bismarck einen neuen vergrößerten Verwaltungsssitz mit Produktionsstätte. Auf 3100 qm Grund sollen hier 480 qm Büro und Wohnfläche sowie auf 900 qm Ausstellungs, Produktions- und Schulungsräume entstehen. Die Pläne stellt das Unternehmen am Montag auf dem abgesteckten Baufeld vor.
Foto: WAZ
Die zweite Gewerbeansiedlung im neuen Stadtquarteier Graf Bismarck am Rhein-Herne-Kanal ist perfekt. Die Firma Doetsch Brandschutz-Service und Industriebedarf stellte Montag ihre Baupläne für ein 3100 qm großes Grundstück vor. Verhandelt wird seitens der Wirtschaftsförderung bereits mit weiteren Kaufinteresseneten.

Gelsenkirchen. An der Einfahrt zur Johannes-Rau-Allee ist das Baggerballett gehörig in Schwung gekommen. Der Boden wird aufgerissen, der Grund für einen Pionier im neuen Gewerbegebiet Graf Bismarck bereitet. „Kaldunski +Löhr“ verkündet auf einem üppigen Bauschild: „Wir bauen für Sie die Industrie- und Garagentor Arena.“ Der Betrieb verlagert seinen Standort von der Hafenstraße ins neue Quartier. Gut 100 Meter weiter das nächste Bauschild, zwei weiße Festpavillons, zahlreiche Besucher und feuerwehrrote Autos:

Eine weitere Firma empfängt zur Vorstellung ihres neuen Gewerbeprojekts auf Graf Bismarck. Mit Hafenblick baut dort Doetsch Brandschutz-Service und Industriebedarf. Im 125. Jahr seines Bestehens verlagert das Gelsenkirchener Traditionsunternehmen Otto Doetsch GmbH seinen Sitz von der Ringstraße in das wachsende Stadtquartier. Am Rande der City war das Entwicklungspotenzial längst ausgereizt, fehlten Produktions- und Schulungsfläche sowie Parkraum (Geschäftsführer Hanns-Ulrich Doetsch. „Mit unseren Knöllchen unterstützen wir die Stadt tatkräftig...“).

Nun macht die vierte Generation den nächsten großen Schritt

Das soll sich ändern: Auf 3100 qm Grund entstehen 480 qm Büro- und Wohnfläche sowie 900 qm Ausstellungs-, Produktions- und Schulungsräume – unter anderem für die von Kunden immer stärker nachgefragten betrieblichen Brandschutzhelferausbildungen. Gesamtinvest: Rund 2 Mio Euro.

„Bis Herbst 2014 soll der Komplex stehen, so dass der Umzug noch in diesem Jahr erfolgen kann“, kündigt Stefan-Rolf Oberhaus, Projektleiter der Althoff Industrie- und Verwaltungsbau an - deren Slogan: „Wir machen Projekte!“

Der Urgroßvater der heutigen Eigner hat das Geschäft 1889 aufgebaut, nun macht die vierte Generation den nächsten großen Schritt. Als Bekenntnis zum Standort Gelsenkirchen wertet Oberbürgermeuster Frank Baranowski die Entscheidung. Für Doetsch war nach zwei, drei Jahren vergeblicher Suche nach Bestandsimmobilien klar: „Wenn wir neu investieren, dann hier. Das fühlt sich am Kanal ein bisschen wie Urlaub an.“

Mit weiteren Investoren im Gespräch

Ein Gestaltungsbeirat ist in die Entwicklung des Quariers und der Gebäude fest eingebunden. Für Doetsch bedeutet das letzlich „Qualität und absolut kein Hemmnis. dadurch weiß man doch wo es lang geht.“ Für Stadtdirektor Michael von der Mühlen macht gehobene Baukultur Sinn: „Das ist letzten Endes auch Wertschöpfung und damit ökonomisch von Bedeutung.“

Beim Gewerbe gibt es weitere positive Signale. Wirtschaftsförderungsdezernent Dr. Christopher Schmitt: „Wir sind mit weiteren Investoren im Gespräch, konkret hat ein Interessent einen Architektenvorentwurf eingereicht.“ Aktuell verhandelt wird über eine 2500 qm große Fläche.

Absolute Filetgrundstücke sind für Dr. Martina Eichenauer, zuständige Projektleiterin von NRW.urban, die Flächen direkt am Rhein-Herne-Kanal. Viergeschossige Stadtvillen sollen hier entstehen. Beim Wohnungsbau läuft die Vermarktung der Eigenheimgrundstücke bislang äußerst zügig. 80 von 96 Parzellen sind vermarktet, für die 16 verbliebenen Flächen gibt es Kaufoptionen. „Und uns erreichen noch täglich ein bis drei Anfragen von Interessenten, von denen sich viele noch auf eine Warteliste setzen lassen“, so Eichenauer.