Die Unglückszeche

Am 7. August 1955 fand die Trauerfeier für die Opfer statt. Zu den Rednern gehörte Bundespräsident Theodor Heuss. Foto: Bergbausammlung Rotthausen
Am 7. August 1955 fand die Trauerfeier für die Opfer statt. Zu den Rednern gehörte Bundespräsident Theodor Heuss. Foto: Bergbausammlung Rotthausen
Foto: WAZ

Erst fünf Jahre lag das schwere Grubenunglück auf der Zeche Dahlbusch zurück, als am 3. August 1955 wieder Väter, Ehemänner und Söhne starben – 42 Tote forderte das Unglück diesmal. 78 Opfer wurden nach der Katastrophe am 20. Mai 1950 gezählt. 38 Menschen starben bei einem weiteren Unglück am 23. August 1943.

Ein Denkmal auf dem Rotthauser Friedhof erinnert an das Grubenunglück vor 55 Jahren auf Schacht 8. Gegen 17.25 Uhr, so Karlheinz Rabas von der Bergbausammlung Rotthausen, „kam es auf der 10. Sohle im Hibernia-Pachtfeld zu der verheerenden Schlagwetterexplosion mit nachfolgendem Brand im Blindschacht 3“.

16 Tote konnten geborgen werden. Doch dann mussten die betroffenen Grubenbaue am Morgen des 4. August abgedämmt werden. 24 weitere getötete Bergleute blieben unter tage. Zwei weitere Männer erlagen später Kohlenoxydvergiftungen. Insgesamt 26 Bergleute, davon 3 Brandverletzte, kamen zur Behandlung in Krankenhäuser, weitere 15 erlitten leichtere Vergiftungen.

Wieder standen in Rotthausen die Zeichen auf Trauer, wieder war eine ganze Stadt betroffen. Rabas: „Die Beisetzung der Opfer auf dem Rotthauser Friedhof an der Hilgenboomstraße fand am 7. August unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nach einer vorausgegangenen Trauerfeier auf Schacht 8 statt. Anwesend war unter anderem Bundespräsident Theodor Heuss.“

1966 wurde die Zeche stillgelegt.

 
 

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