Die schönsten Seiten der Stadt

Elisabeth Höving
Der Gelsenkirchener Heimatforscher Hubert Kurowski hat mit seinem Sohn Martin einen neuen Bildband über die Stadt  zusammengestellt.
Der Gelsenkirchener Heimatforscher Hubert Kurowski hat mit seinem Sohn Martin einen neuen Bildband über die Stadt zusammengestellt.
Foto: WAZ

Gelsenkirchen. Sie haben die rosarote Brille aufgesetzt. Und zwar ganz bewusst. Die beiden Autoren Hubert und Martin Kurowski machten sich auf die Pirsch durch ihre Heimatstadt, um die Schokoladenseiten Gelsenkirchens in Wort und Bild festzuhalten. Herausgekommen ist dabei ein attraktives Buch mit dem Titel „Gelsenkirchen. Die schönsten Seiten“.

Erschienen ist der 84 Seiten starke, farbenprächtige Band in diesen Tagen im Sutton Verlag, der unter dem Motto „Wir machen Geschichte“ vor allem auf historische Bücher spezialisiert ist. „Mit dem neuen Gelsenkirchen-Band setzen wir ein vor drei Jahren gestartetes Format fort“, sagt Verlagsvertreter Markus Holzhauer.

Für den 64-jährigen Hubert Kurowski ist es inzwischen das neunte Buch. Als waschechtes Kind des Ruhrgebiets widmet er sich immer wieder der Geschichte und den Geschichten seiner Heimat. Ein Jahr lang setzte er sich nun auf die Spuren der Schönheiten der Stadt und wurde überaus fündig: „Ich war überrascht, was die Stadt alles zu bieten hat.“

"Eine liebenswerte Stadt"

Kurowski und sein 26 Jahre alter Sohn Martin hatten am Ende sogar die Qual der Wahl. Bei der Buchvorstellung in der Gelsenkirchener Buchhandlung Junius bedauert Kurowski: „Einige Dinge mussten wir sogar weglassen.“

Schönfärberei will der Heimatforscher und ehemalige Leiter einer Grundschule, wohlwissend um die Schattenseiten der Stadt, nicht betreiben. In seinem Vorwort beschreibt Kurowski die Phase, als der einstigen „Stadt der tausend Feuer“ nach und nach die Industrie weg starb, aber auch die Zeit, als die Menschen nach neuen Perspektiven suchten: „Diese neuen Facetten Gelsenkirchens sind im vorliegenden Buch für jeden erfahrbar.“ Und: „Gelsenkirchen ist, anders als manchmal dargestellt, eine liebenswerte Stadt, in der es sich gut leben lässt.“

Von Scholven bis nach Ückendorf

Die geografischen Strukturen, nicht Sachthemen, geben die Anordnung der Kapitel vor. Die Entdeckungsreise führt also von Scholven im Norden bis nach Ückendorf im Süden. Ob Bergbau-Relikte, Gründerzeitbauten, spektakuläre Aussichten oder einfaches Alltagsleben: Die Bilder und Texte blättern viele Seiten der Stadt auf und geben ein Stück des Lebensgefühls anschaulich wieder.

[kein Linktext vorhanden]Die Tour führt auf die Hochstraße und ins Kunstmuseum, zeigt Szenen aus dem Stadtwald Buer, lädt ein ins Schloss Berge und ins Horster Schloss. Die Schalke-Arena fehlt ebenso wenig wie Kaue und Kanal, Zoom, MiR, Wissenschaftspark oder die Zeche Rheinelbe.