Die Blue Box wird kein Help-Laden

Es bleibt beim Wunsch. Die Verwaltung hat der Anfrage des Ratsherren Jürgen Hansen (Piraten), in der Blue Box an der Ebertstraße eine Anlaufstelle (Help-Laden) für Flüchtlinge einzurichten, abgelehnt. „Die Blue Box ist ein Dreh- und Angelpunkt für viele Info-Veranstaltungen und wird als Versammlungsort bis zur letzten Minute genutzt“, begründete Stadtsprecher Oliver Schäfer das Nein. So würden beispielsweise die Einzelhändler im Oktober über den anstehenden Umbau der Ebertstraße und den Fortschritt am Heinrich-König-Platz unterrichtet.

Die Blue Box wird im Zuge des Umbaus der Ebertstraße (2016) abgerissen. Bis dahin wollte Jürgen Hansen den Bau nutzen, um Flüchtlingen unter anderem PCs als Verbindung in die Heimat zur Verfügung zu stellen, Formular- oder Wohnungshilfe zu leisten. „Ich bedaure die Entscheidung“, sagte Hansen. „Bei uns wäre die Einrichtung besser aufgehoben.“ Seine private Hilfsinitiative habe einen Riesenzulauf, die mittlerweile 118 Freiwilligen hätten nun immer noch keine Stätte, an der sie ihre Hilfe bündeln könnten.

Laut Stadt werden die Nutzerzahlen der Blue Box wöchentlich erfasst. Die aktuellen Zahlen lagen nicht vor. Nur diese: Seit Eröffnung seien 20 000 Menschen dort hin gekommen, in 2014 registrierte die Stadt 2000 Besucher.

 
 

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