Demenz-WG in Gelsenkirchen-Rotthausen soll 2016 eröffnen

Die Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH hat ihren neuen Sitz an der Pastoratsstraße.
Die Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH hat ihren neuen Sitz an der Pastoratsstraße.
Foto: WAZ FotoPool
Die Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH (APD) investiert im Süden der Stadt vier Millionen Euro in das Wohnprojekt „Leben in Rotthausen“.

Gelsenkirchen.. Mit ihrem Projekt „Leben in Schaffrath“ hat die Ambulante Pflegedienste Gelsenkirchen GmbH (APD) jenseits des Rhein-Herne-Kanals eine Marke gesetzt, die als Wohnform mit Leuchtturmcharakter weithin Beachtung findet. Und jetzt packt das Pflegedienst-Unternehmen ein neues Wohnprojekt im Süden der Stadt an: „Leben in Rotthausen“. Oder: Dement im Quartier. APD-Geschäftsführer Claudius Hasenau stellte das Vorhaben im Ausschuss für Soziales und Arbeit vor. Und betonte: „Wir bauen nicht, sondern wir schaffen ausgezeichneten Wohnraum für Menschen mit einer besonderen Bedarfslage.“

Vier Millionen Euro investiert das Pflegedienst-Unternehmen in das alte Schulgebäude an der Schemannstraße 47, einst Heimat der Hansaschule, anschließend vom Referat Erziehung und Bildung der Stadt noch bis 2013 als Jugendwerkstatt genutzt, dann aber aufgegeben wurde. APD ergriff die Chance und erwarb das Gebäude für das neue Wohnprojekt im Süden der Stadt, das, wenn alles im Zeitplan bleibt, im Januar 2016 eröffnet wird.

Bis 2030 ein Patientenzuwachs von 40 Prozent in der ambulanten Pflege

Der Hintergrund: „Wir müssen Strukturen schaffen, damit Menschen mit dementieller Erkrankung in ihrem Stadtteil bleiben können“, so Hasenau. Quartier definierte er mit Wohnen, Versorgen, Gemeinschaft erleben und der Möglichkeit der Teilhabe dementer Menschen. Der APD-Geschäftsführer machte anhand statistischer Zahlen deutlich, wie wichtig es sei, auf den gesellschaftlichen Wandel vorbereitet zu sein. Bis 2030 etwa, so aktuelle Prognosen, werde es eine Patientenzunahme von 40 Prozent in der ambulanten Pflege geben.

Anlässlich eines Besuchs von Karl-Josef Laumann, CDU-Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, im November 2014, sagte Cornelius Hasenau, das Herzstück der Wohngemeinschaft seien die Gemeinschaftsräume. Je nach dem Grad der Demenz würden Mieter Aufgaben im organisatorischen oder sozialen Sinne übernehmen, die die Wohn- und Lebensqualität aller verbessern. „Der Gemeinschaft wird erst dadurch eine Seele gegeben.“

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel