Dem Himmel so nah

Kurz vor dem Platzen des Heliumballons filmte die mitgeführte Kamera das Bild in über 34 Kilometern Höhe.
Kurz vor dem Platzen des Heliumballons filmte die mitgeführte Kamera das Bild in über 34 Kilometern Höhe.
Foto: WH
Studenten der Westfälischen Hochschule untersuchten die Stratosphäre.

Gelsenkirchen. Was als theoretisches Projekt von 14 Studierenden der Westfälischen Hochschule im Master-Studiengang der Mikro- und Medizintechnik mit der Studienrichtung industrielle Technologie ausgetüftelt wurde, bestand jetzt den praktischen Probelauf und auch den Start mit kompletter Technik.

Forschungs-Ballone werden in die Stratosphäre geschickt, um mit den sensorgesammelten Messdaten beispielsweise einem Ozonloch auf die Spur zu kommen oder um das Wetter genauer vorhersagen zu können. Der erste Ballonstart gelang bereits Ende Februar. „Einen Starttermin zu finden war nicht einfach, hatte sich das Wetter doch immer wieder von seiner wechselhaften Seite präsentiert“, berichtet Prof. Dr. Udo Jorczyk, der das Projekt „Stratosphärenballon“ leitete.

Schon zwei Ballons stiegen auf

Mit etwa 2000 Liter Helium gefüllt, angehängtem Fallschirm für die Landung und ausgestattet mit entsprechender Elektronikbox erhob sich der Testballon in den Himmel.

Der zweite und mit rund 5000 Litern gefüllte Helium-Stratosphärenballon stieg letzten Sonntag erfolgreich auf. Mit dieser Ballongröße war es möglich, noch mehr Technik in die Höhe zu bringen. Dazu gehörten Luftdruck-, Temperatur- und Sauerstoffgehalt-Sensoren sowie Messinstrumente für die UV-Strahlung, die Luftfeuchtigkeit und für die Messung der Radioaktivität.

Im Bereich der Stratosphäre führt der sinkende Luftdruck dazu, dass sich die Ballonhülle ausdehnt und schließlich platzt. Danach sinkt die angehängte Technik — wenn alles klappt — mit einem Fallschirm zu Boden. Die zweite Fahrt endete nach knapp zwei Stunden im Münsterland, nordwestlich von Dülmen. Dank der eingebauten Technik konnten die Ballonfahrten in Echtzeit im Internet und auf einer Landkarte verfolgt werden. Eine Bordkamera filmte die Fahrten.

Bilder und weitere Informationen gibt es unter www.mikroelektronik.w-hs.de/.

 
 

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