Das Kunstmuseum verleiht Werke nach Paris

Die „Gladiolen“ von Emil Nolde aus der Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen sind derzeit in der Pinacothèque in Paris zu sehen.
Die „Gladiolen“ von Emil Nolde aus der Sammlung des Kunstmuseums Gelsenkirchen sind derzeit in der Pinacothèque in Paris zu sehen.
Foto: Kunstmuseum Gelsenkirchen

Gelsenkirchen. In diesen Tagen präsentiert sich das Kunstmuseum Gelsenkirchen auf internationalem Terrain mit einer Auswahl hochkarätiger Werke aus der hauseigenen Gemäldesammlung, die eigens dafür aus Paris angefordert wurden.

Die Pinacothèque de Paris zeigt bis zum 11. März erstmalig unter dem Titel Expressionismus & Expressionismi eine große Überblicksausstellung mit Werken aus der Zeit des deutschen Expressionismus. Dabei werden die zwei bedeutendsten Künstlergruppen der frühen 1920er Jahre „Der Blaue Reiter“, vertreten durch Wassily Kandinsky, August Macke, Franz Marc und Alexej von Jawlensky und „Die Brücke“ mit Künstlergrößen wie Ernst Ludwig Kirchner, Emil Nolde, Erich Heckel und Karl Schmidt-Rottluff einander gegenübergestellt.

Sinnlichkeit, Farbenpracht, Vielfalt

Sinnlichkeit, Farbenpracht und Vielfalt charakterisiert diese umfassende Ausstellung, in der insgesamt fünf Ölgemälde aus dem Gelsenkirchener Besitz zu sehen sind: Erich Heckel (Der Irre von 1914), Emil Nolde (Junger Gelehrter und Gladiolen, beide von 1918), Karl Schmidt-Rottluff (Mond und Meer von 1920/22) und Alexej von Jawlensky (Variation Sommer von 1916). Zu dieser Ausstellung ist ein Katalog erschienen, in dem unter anderem auch die Gelsenkirchener Arbeiten erwähnt werden und abgebildet sind.

Die Nachfrage auf eine Anleihe dieser wunderschönen Gemälde ist groß und so werden sie dann im Spätsommer in den hohen Norden nach Finnland geschickt. Das Sara Hildén Art Museum (taidemuseo) in Tampere übernimmt in der Zeit vom 14. September bis 13. Januar 2013 einen Großteil der Pariser Ausstellung, in der dann natürlich auch die Gelsenkirchener Werke nicht fehlen dürfen.