Damit Eltern den Kontakt auch zu Kindern im Heim halten

Das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth in Erle hat bei der Erarbeitung der Sandards und des Flyers mitgemacht.
Das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth in Erle hat bei der Erarbeitung der Sandards und des Flyers mitgemacht.
Foto: WAZ
Auch wenn Kinder in Heimen bzw. Kindernhäusern untegerbacht sind, sollen Eltern wissen, dass sie nach verlässlichen, einheitlichen Standards erzogen werden. Und diese Eltern sollen den Kontakt zu ihren Kindern möglichst halten können. Ein neuer Flyer hilft dabei.

Gelsenkirchen. „Die Eltern sind Experten für ihre Kinder“ – und das sollen sie auch bleiben, selbst wenn ihre Kinder vorübergehend oder dauerhaft in einem Heim untergebracht sind. Und damit dieses Ziel auch gelingt, haben sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der sechs stationären Einrichtungen in Gelsenkirchen zusammengetan, um gemeinsam ein Konzept für die Elternarbeit zu entwickeln. Ausdruck findet das in einem Flyer, der künftig den Eltern der Kinder an die Hand gegeben wird.

Bei einer Fachtagung im Jugendamt wurde schon 2012 die Idee zur Zusammenarbeit geboren, erzählt Paul Rüther, Leiter des Kinder- und Jugendhauses St. Elisabeth. Schnell verständigte man sich darauf, gemeinsam verbindliche Mindeststandards für die Zusammenarbeit mit den Eltern zu erarbeiten. Die gelten auch dann, wenn die Kinder zu ihrem Schutz aus den Familien herausgenommen wurden, erklärten die Pädagogen bei der Vorstellung ihres Flyers. „Die Eltern spielen für die Kinder immer eine Rolle, selbst wenn sie nicht bei ihnen leben.“ Oberstes Ziel sei: „Das Beste für die Kinder zu erreichen.“

Sechs Einrichtungen beteiligt

Der Flyer soll Transparenz schaffen und den Eltern ihre Ängste nehmen: „Die Einrichtungen sehen sich als Wegbegleiter im Entwicklungsprozess Ihres Kindes“, heißt es darin. Grundsätzliches Ziel sei, die Kinder wieder zurück in ihre Familie zu führen.

Die Eltern haben die Möglichkeit, sich zu beteiligen an der Hilfeplanung für ihr Kind, indem sie Telefonkontakt zu ihrem Kind halten, es besuchen oder zu Terminen begleiten. Regelmäßig werden die Eltern über die Entwicklung ihres Kindes informiert. Der Flyer wird jetzt allen Eltern zugeschickt und in Zukunft direkt bei der Aufnahme überreicht. An dem Flyer haben das KinderHaus Gelsenkirchen, das katholische Jugendwohnheim Haus Grimberg, die Wohngruppe für Kinder und Jugendliche, das katholische Kinderheim St. Josef, Ohrwerk, die Wohneinrichtung für Hörgeschädigte sowie das Kinder- und Jugendhaus St. Elisabeth mitgearbeitet. Zusammen halten sie über 200 Plätze für Kinder und Jugendliche bereit.

 
 

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