Gelsenkirchen

„Da fühlst du dich doch verarscht!“ Glühwein-Verkäufer regt sich über Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt auf

Christopher Unfeld arbeitet in der Krippenschenke auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt.
Christopher Unfeld arbeitet in der Krippenschenke auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt.
Foto: Alexander Keßel
  • Glühwein-Verkäufer regen sich über die Öffnungszeiten auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt auf
  • Auch am Wochenende müssen alle Marktstände um 20 Uhr schließen
  • Dabei darf ein benachbarter Markt länger öffnen

Gelsenkirchen. Besinnliche Weihnachtszeit? Davon ist auf dem Gelsenkirchener Weihnachtsmarkt auch in diesem Jahr wenig zu spüren - zumindest bei den Glühwein-Verkäufern.

Denn die müssen ihre Buden wie im letzten Jahr bereits um 20 Uhr schließen - sogar am Wochenende. „Dabei macht ein Weihnachtsmarkt doch erst im Dunkeln richtig Sinn, wenn die Lichter leuchten“, findet Glühwein-Verkäufer Christopher Unfeld.

Eine Sondergenehmigung für Glühweinstände, wie sie es noch vor zwei Jahren gegeben hat, gibt es nicht mehr.

„Da fühlst du dich doch verarscht!“

Besonders irritiert ist der Glühwein-Verkäufer aus der Krippenschenke von den Öffnungszeiten des benachbarten Winzer-Marktes auf dem Heinrich-König-Platz.

Dort dürfen die Händler vom 6.-10. Dezember beim „Glühwein-Zauber auf'm Heinrich“ bis 22 Uhr öffnen und damit zwei Stunden länger als die Konkurrenz nebenan. „Da fühlst du dich doch verarscht!“, ärgert sich Unfeld.

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Stadtmarketing erklärt die unterschiedlichen Regelungen

Den Grund für die unterschiedlichen Öffnungszeiten erklärt Wilhelm Weßels. „Es handelt sich um zwei verschiedene Veranstaltungen, wo wir auf unterschiedliche Interessen treffen“, so der Geschäftsführer der Stadtmarketinggesellschaft Gelsenkirchen, die beide Märkte organisiert.

Während beim Glühwein-Zauber ausschließlich Winzer ihre (Glüh-)Weine präsentieren und gerne bis 22 Uhr öffnen, ist das Angebot auf dem Weihnachtsmarkt durchmischt. Neben den Glühwein-Buden gibt es dort beispielsweise auch Kunsthandwerk und Obst zu kaufen. Letztere haben zu später Stunde erfahrungsgemäß kaum Profit.

Öffnungszeiten sind ein Kompromiss

Das Marktrecht sieht vor, dass für alle Stände einheitliche Öffnungszeiten gelten. Deshalb dürfe der Glühweinstand nicht länger ausschenken als beispielsweise der Obststand geöffnet habe.

„Auch wenn einzelne Betreiber sicher gerne später schließen würden, sind die derzeitigen Öffnungszeiten ein guter Kompromiss“, findet Weßels.

Dem stimmt Unfeld jedoch nicht zu: „Letzten Donnerstag wurde der Weihnachtsmarkt hier um 17:45 Uhr mit Bühnenprogramm eröffnet. Um 20 Uhr war dann Schluss. Das passt doch einfach nicht zusammen“, so der Glühwein-Verkäufer.

 

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