CVJM Gelsenkirchen im neuen Glanz

Patrick Schleu
Der renovierte Saal des CVJM in der Bokermuehlstrasse in Gelsenkirchen wurde feierlich wiedereroeffnet. Im Bild: Regine Bäumler (1. Vors. AG der CVJM), Saphira Stief, Alexander Stief (CVJM Sekretär), Ralf Keddigkeit (1. Vors CVJM GE-City), Dirk Blum (Pfarrer).
Der renovierte Saal des CVJM in der Bokermuehlstrasse in Gelsenkirchen wurde feierlich wiedereroeffnet. Im Bild: Regine Bäumler (1. Vors. AG der CVJM), Saphira Stief, Alexander Stief (CVJM Sekretär), Ralf Keddigkeit (1. Vors CVJM GE-City), Dirk Blum (Pfarrer).
Foto: WAZ FotoPool
CVJM eröffnet renovierte Räumlichkeiten in der Neustadt in Gelsenkirchen. Einsegnung von Sekretär Alexander Stief. Offene Tür dient vier mal in der Woche als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche.

Gelsenkirchen. „Wir wollen da sein, wo es brennt“, gibt Ralf Keddigkeit, Vorsitzender des CVJM Gelsenkirchen City, bei der Eröffnung des frisch renovierten Hauses für Kinder und Jugendliche an der Bokermühlstraße in der Neustadt die Marschrichtung vor. Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung hat vor kurzem erneut deutlich gemacht, dass Kinder in Gelsenkirchen besonders häufig von Armut betroffen sind. Dem Problem will sich der Christliche Verein Junger Menschen in der City mit neuen Räumlichkeiten und frischem Personal stellen.

Drei Jahre lang hat der CVJM fast ausschließlich in Eigenregie die Räume an der Bokermühlstraße 22 renoviert. Bereits seit 1924 ist der 1905 gegründete Verein dort auf zwei Etagen präsent. Nun kann auch das Hinterhaus im Hof mit einem großen und einem kleinen Saal sowie einer Küche wieder genutzt werden. Am Sonntag wurde das Haus mit einem Gottesdienst eingeweiht. An eine derart positive Entwicklung, war vor wenigen Jahren noch nicht zu denken.

CVJM-Zukunft war lange ungewiss

„Damals ging es um die Frage, wie es überhaupt weitergeht mit unseren Häusern und Hauptamtlichen“, erinnerte Ralf Keddigkeit an die Umstrukturierung. Der Verein habe sich am Scheideweg befunden. „Wir wollten nicht zu einem Wohnzimmer-CVJM schrumpfen“, sagt Keddigkeit über die Flucht nach vorne. Mit Spenden und Mitteln aus dem Konjunkturpaket wurde das Gebäude, das vor der Schließung der Auferstehungskirche auch für Gemeindearbeit genutzt wurde, auf Vordermann gebracht. Dazu wurden unter anderem die Toiletten kernsaniert, neue Fenster eingebaut sowie die Fassade gedämmt und verputzt.

Keddigkeit richtete seinen Dank an die vielen ehrenamtlichen Helfer im Vorder- und Hintergrund. Grußworte der Stadt übermittelte Stadtrat Manfred Beck: „Wir können die Aufgaben hier nur gemeinsam bewältigen.“ Ein Mann stand Sonntag besonders im Mittelpunkt: Alexander Stief ist seit einem Jahr als hauptamtlicher CVJM-Sekretär in der City aktiv. Für den 29-Jährigen stand im Rahmen des Festgottesdienst die Einsegnung an.

Organisation von Ferienaktionen

Neben der „Offenen Tür“ als Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche kümmert sich Stief um die Organisation von Ferienaktionen. Zudem ist er im Verkündigungsdienst und in der Mitarbeiterbetreuung aktiv. Als Willkommensgeschenk und zur Eingewöhnung bekam der Thüringer eine Schalke-Bibel überreicht.