City soll ein Licht aufgehen

Ein neues weihnachtliches Winterlicht soll die Bahnhofstraße in der Innenstadt erleuchten:
Ein neues weihnachtliches Winterlicht soll die Bahnhofstraße in der Innenstadt erleuchten:

Gelsenkirchen.. Der Bahnhofstraße geht ein Licht auf, im doppelten Sinne: Die „City Initiative Gelsenkirchen“ sorgt für eine neue winterliche Weihnachtsbeleuchtung. Und das Licht soll leuchtendes Beispiel sein, um noch mehr Anlieger zum Mitmachen anzuregen.

Auf Prospekten und in der Computer-Animation sieht das schon ziemlich chic aus, was sich die österreichische Blachere Illumination, nach eigenem Bekunden internationaler Marktführer für Weihnachtsbeleuchtung und Lichtdekoration, für die Bahnhofstraße ausgedacht: 16 Lichtbögen mit LED-Technik spannen sich über die Einkaufsstraße, glitzern und funkeln soll es zudem an elf Lichtmasten. Und auf dem Bahnhofsvorplatz soll es am Kugelbaum blau-weiß leuchten. Welch Wandel, wenn man sich erinnert, dass es im vergangenen Jahr fast zappenduster geworden wäre, im technischen und finanziellen Zwist ums Weihnachtslicht zwischen Stadtmarketing und Werbegemeinschaft.

Inszeniert hat der Spezialist das Lichtwerk im Auftrag von Roman Schmitz und Philip Kirsch. Sie haben sich über Wochen hereingehängt in die Lichterfrage, waren auf Fachmessen, hatten eine Ausschreibung organisiert. Was die beiden Hauseigentümer an der Bahnhofstraße eint: Sie sind Initiatoren und Mitbegründer der Standort-Immobilien-Gemeinschaft der Bahnhofstraße, die die Einkaufsmeile attraktiver machen will.

Schon seit dem Frühjahr gibt es den Verein. Er zählt 16 Mitglieder bzw. Hauseigentümer, große wie kleine, und vertritt damit etwa 30 Prozent des Immobilienbestandes auf der Bahnhofstraße. Dazu gehörte viel „Klinkenputzen“ und Überzeugungsarbeit, erinnert sich Kirsch (37). Doch die beiden sind für den Anfang mehr als zufrieden, hoffen natürlich, dass sich noch mehr Immobilienbesitzer anschließen. „Wie der Begriff Immobilien schon sagt, wie sind nicht mobil, wir bleiben hier, und wollen und müssen daher etwas tun und mitgestalten“, so Hausbesitzer Philip Kirsch, der sich auch schon an der Standortgemeinschaft Arminstraße engagiert hat.

Viel Aufhebens haben sie um die Vereinsgründung nicht gemacht. „Wir wollten erst etwas Sichtbares vorweisen“, erklärt Roman Schmitz (47), Sohn vom Werbegemeinschaft-Urgestein Erich Schmitz, und selbst mit Textilgeschäften auf der Bahnhofstraße vertreten. Das Sichtbare soll nun ab 19. November mit Start des Weihnachtsmarktes leuchten. Damit es den Menschen gefällt, aber auch natürlich mit dem Hintergrund, dass weiteren Hausbesitzern „ein Licht aufgeht“. Aus Vereins-Mitgliedsbeiträgen finanziert sich die üppige fünfstellige Summe für das Winterlicht. „Wir glauben an den Standort und wollen ihn stärken“, begründet Schmitz sein Engagement.

 
 

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