Circus Probst plant 2014 größeren Auftritt in Gelsenkirchen

Jörn Stender
Foto: WAZ
Das 17. Gelsenkirchen-Gastspiel war für den Weihnachtscircus überragend gut. Viele Vorstellungen waren ausverkauft, Besucher mussten an der Kasse abgewiesen werden. Für 2014 denkt man daher beim Circus Probst an Auftritte in einem 1800-Personen-Zelt. Doch dafür fehlt im Revierpark noch der Platz.

Gelsenkirchen. 1400 Besucher finden im Zelt des Circus Probst Platz – mehr sollen es in Zukunft werden. Beim nächsten, dem dann 18. Gastspiel im Revierpark Nienhausen, möchten die Probsts ein größeres Chapiteau für ihren Weihnachtscircus hochziehen, möglichst mit einer Kapazität für knapp 1800 Personen. Die Erfahrungen der letzten Wochen haben den Expansionsdrang beflügelt:

Das Programm, vielleicht auch das milde Winterwetter, sorgten für überragenden Andrang. „Wir haben es kaum geglaubt, aber das Saison-Gastspiel hat alle bisherigen übertroffen. Ab 23. Dezember waren 80 Prozent der Vorstellungen ausverkauft. Bei den Nachmittagsvorführungen mussten wir jedes Mal viele Besucher wegschicken, weil die Kapazität nicht gereicht hat. Das ist doppelt schade. Erstens sind die Leute verärgert, zweitens entgehen uns Einnahmen“, sagt Circus-Sprecher Laurens Thoen. Mit der Parkverwaltung hat es daher bereits erste Gespräche gegeben, für die Spielzeit 2014/2015 die Aufstellfläche zu vergrößern. Ein Zaun und eventuell auch einige Bäume stünden der Idee im Weg. „Das müsste geklärt werden. Dann hätten wir die Möglichkeit, ein weit größeres Zelt zu stellen“, so Thoen. „Wir sind guter Dinge, dass es klappt.“

Zweiter Gastspielort wird wieder Krefeld

Erstmals ist der Circus Probst in diesem Winter an zwei Spielstätten aktiv gewesen. Auch in Krefeld wurde eine Weihnachtsshow geboten. Das wirtschaftliche Wagnis rechnete sich. „Da sind wir auch gut angekommen und wir werden das 2014 wiederholen. Aber unsere Basis bleibt Gelsenkirchen“, macht Thoen klar. Insgesamt scheinen Weihnachtsgastspiele aktuell als Attraktion in Städten gefragt – und offenbar scheint der Name Probst dabei für Qualität zu stehen. Thoen: „Wir haben Anfragen aus Nürnberg und Schweinfurt bekommen. Aber das können wir logistisch nicht leisten.“

Bis zum 13. März hat der Zirkus-betrieb nun Spielpause. Dann geht es auf Tournee. Zum Start steht der Circus Probst drei Wochen in Düsseldorf, „im Sommer bereisen wir dann Norddeutschland“. Mit auf Tour: das große Tourneezelt, das bislang auch als Spielstätte für den Weihnachtscircus dient, rund 80 Personen und an die 100 Tiere.

Mit Löwen auf Tournee

„Ludvik Berousek mit seinen weißen Löwen und die russischen Clowns aus dem Weihnachtscircus sind in der Saison dabei“, so Thoen. Ein Zirkus ohne Tiere ist für ihn nicht vorstellbar. „Die Leute erwarten das. Die wollen die Tiere sehen. Das hat auch erneut das Programm in Gelsenkirchen gezeigt.“ Tierschützer-Protest hat übrigens erneut auch wieder dieses Gastspiel begleitet. Thoen: „Das ist auch in Ordnung, wenn keine Zwischenfälle provoziert werden. Jeder hat das Recht, seine Meinung kund zu tun.“