CDU-Bundestagsabgeordneter Wittke reiste in den Nordirak

Oliver Wittke (CDU MdB) aus Gelsenkirchen im Nord-Irak.
Oliver Wittke (CDU MdB) aus Gelsenkirchen im Nord-Irak.
Foto: privat
Der Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke überzeugte sich vor Ort davon, dass 16 Tonnen Hilfsgüter, die nach einem Aufruf der Ruhrgebiets-CDU gesammelt wurden, dorthin kamen, wo sie gebraucht wurden - auch wenn es derzeit im Nordirak an sehr vielen Ecken zu helfen gilt.

Gelsenkirchen.. Im nordirakischen Erbil ist der Gelsenkirchener Bundestagsabgeordnete Oliver Wittke (CDU) auf irakische Wirklichkeit getroffen. Wittke ist verzweifelten Flüchtlingen begegnet, deren einziger Wunsch ist, in ein befriedeten Region zu leben. Er hat die große Diskrepanz zwischen reichen Irakis aus Europa und dem Elend der Menschen in den Camps im Nordirak, aber auch deren große Gastfreundschaft erlebt. Zurück in Deutschland sagt er: „Ich muss erst einmal mein Koordinatensystem deutscher Probleme zurechtrücken.“

Am Montagabend ist Wittke aus dem Nordirak zurückgekehrt. Der Bundestagsabgeordnete überzeugte sich vor Ort davon, dass 16 Tonnen Hilfsgüter, die nach einem Aufruf der Ruhrgebiets-CDU gesammelt wurden, dorthin kamen, wo sie gebraucht wurden - auch wenn es derzeit im Nordirak an sehr vielen Ecken zu helfen gilt. Jesiden und andere Christen, Schiiten und Syrer - sie alle sind auf der Flucht vor dem Terror der IS-Milizen. Insgesamt sind 2,7 Millionen Flüchtlinge im Irak unterwegs, suchen Schutz im kurdischen Autonomiegebiet. Die Menschen leben in Rohbauten, in Zelten, in Containern. Wittke berichtet von einer Shopping-Mall, noch im Rohbau, die inzwischen Wohnraum für 6000 Menschen ist.

"Die Solidarität ist unglaublich"

„Von Kämpfen haben wir nichts mitbekommen“, beschreibt Wittke den Aufenthalt in Erbil, Sitz der Regierung der Autonomen Region Kurdistan. Das Hotel habe einem Hochsicherheitstrakt geglichen. Sich außerhalb der Hotelmauern frei zu bewegen, sei unmöglich gewesen und auch nicht erlaubt.

Matratzen, Kleidung, Decken, Schuhe und Spielsachen gehörten zu dem Hilfstransport, der nach knapp 14 Tagen Erbil erreichte. „Die Solidarität ist unglaublich“, hat Oliver Wittke dort erfahren. Auch wenn die Not überall groß ist, werden die Spenden dorthin geleitet, wo sie am nötigsten gebraucht werden. Deshalb geht die Hälfte des Spendentransports an ein Flüchtlingslager, in dem Jesiden leben. „Sie haben die wenigste Hilfe zu erwarten“, so der Abgeordnete.

Es geht nicht nur um humanitäre Hilfe

Wittke und die Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf, Integrationsbeauftragte der CDU/CSU, aus Hagen, sind mit mehreren Hilfsorganisationen aus Deutschland ins Gespräch gekommen. „Das Ansehen der Deutschen ist sehr hoch. Sie geben nicht nur Hilfsgelder, sondern machen auch eine soziale Nachbetreuung.“ Ein Beispiel seien die Grünhelme, die Häuser und Schulen errichten.

Es geht nicht nur um humanitäre Hilfe. „Inzwischen weiß dort jeder, was Milan bedeutet.“ Milan heißt die von Deutschland an die Kurden gelieferte Panzerabwehrrakete.

 
 

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