Bündnis gegen Krieg und Faschismus wählt andere Route

Am 9. November ruft die Demokratische Initiative wieder zum Schweigemarsch auf. Das Bündnis gegen Krieg und Faschismus  will den angekündigten Weg nicht mitgehen, aber an der Kundgebung auf dem jüdischen Friedhof teilnehmen.
Am 9. November ruft die Demokratische Initiative wieder zum Schweigemarsch auf. Das Bündnis gegen Krieg und Faschismus will den angekündigten Weg nicht mitgehen, aber an der Kundgebung auf dem jüdischen Friedhof teilnehmen.
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Im Bündnis gegen Krieg und Faschismus besteht Einigkeit. „Wir gehen nicht zum Nazi-Schwert“, sagt Andreas Jordan stellvertretend.

Gelsenkirchen.. Im Bündnis gegen Krieg und Faschismus besteht Einigkeit. „Wir gehen nicht zum Nazi-Schwert“, sagt Andreas Jordan stellvertretend. Ein Denkmal für die Toten eines Krieges könne kein geeigneter Ort für eine Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht sein.

Vom Schulhof des Gauß-Gymnasiums an der Hammerschmidtstraße 13 wollen die Bündnis-Mitglieder um 18.30 nicht mit den Teilnehmern des Schweigezuges der Demokratischen Initiative zum Kriegerdenkmal auf dem Gelände des früheren Schalker Vereins gehen, sondern zum Haus Wanner Straße 119. Das sei, so Jordan, eines der Häuser in Gelsenkirchen, in dem sich in der Pogromnacht Gewalt und Hass gegen Angehörige der jüdischen Minderheit entlud. „Dort war die Kaufmannsfamilie Schönenberg zuhause.“

Anschließend will das Bündnis an der Kundgebung der Demokratischen Initiative am Jüdischen Friedhof teilnehmen.

 
 

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