Bündnis erklärt sich solidarisch mit Heike Jordan

Der Eingang zum Wohnhaus von Heike Jordan, die sich bei Gelsenzentrum engagiert und zusammen mit ihrem Mann für die Verlegung von Erinnerungssteinen für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus sorgt, wurde mit Hakenkreuzen und übelsten persönlichen Beleidigungen besprüht.
Der Eingang zum Wohnhaus von Heike Jordan, die sich bei Gelsenzentrum engagiert und zusammen mit ihrem Mann für die Verlegung von Erinnerungssteinen für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus sorgt, wurde mit Hakenkreuzen und übelsten persönlichen Beleidigungen besprüht.
Foto: Funke Foto Services
Die Attacken auf Heike Jordan haben das Gelsenkirchener Bündnis gegen Faschismus und Krieg auf den Plan gerufen.

Gelsenkirchen.. Die tätliche Attacke vor drei Wochen auf Heike Jordan, die als Mitinitiatorin der Stolperstein-Verlegungen für Opfer des Faschismus in Gelsenkirchen bekannt ist, sowie die Schmierereien an ihrem Wohnhaus mit Hakenkreuz-Symbolen vor wenigen Tagen hat das Bündnis gegen Faschismus und Krieg auf den Plan gerufen. Nicht nur, dass es sich solidarisch erklärt mit Heike Jordan, das Bündnis wird am Samstagmorgen in Horst auch aktiv tätig, um die Fassade des Wohnhauses zu reinigen.

Hartmut Hering erklärte zudem mit Blick auf die Attacken durch Neofaschisten: „Das Bündnis gegen Faschismus und Krieg Gelsenkirchen erklärt sich solidarisch mit Heike Jordan. Wir fordern alle politisch Verantwortlichen und insbesondere auch die Gelsenkirchener Polizeipräsidentin Heselhaus-Schröer dringend auf, sich aktiv dafür einzusetzen, dass sich die gewalttätige Nazi-Szene in Gelsenkirchen nicht weiter etabliert.“

Bürgerschaftlicher Protest gegen braunen Aufmarsch

Gelsenkirchen dürfe kein zweites Dortmund werden, wo es häufig zu tätlichen Übergriffen von Neo-Nazis auf Migranten und Antifaschisten komme. Der Abgeordnete der Partei „Die Rechte“ im Dortmunder Stadtrat habe sogar schon eine Anfrage nach der Anzahl der Juden in Dortmund gestartet.

Hering: „Mit ihren Angriffen auf Heike Jordan versuchen die Neonazis offensichtlich im Vorfeld der von der Partei ,Die Rechte’ am 1. Mai geplanten Demonstration aktive Antifaschisten einzu­schüchtern. Für uns ist dies ein Grund mehr, diese Demonstration in Gelsenkirchen und Essen zu verbieten.“

Sollte dies nicht geschehen, werde das Bündnis an den bürgerschaftlichen Protesten gegen den braunen Aufmarsch in Rotthausen teilnehmen.

 
 

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