Bridget Breiner erhält zum zweiten Mal den „Faust“

Die Choreographin Bridget Breiner (r) nimmt bei der Verleihung des Theaterpreises des Deutschen Bühnenvereins „Der Faust“ im Staatstheater in Saarbrücken (Saarland) den Preis als Beste Choreographin für «Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin» im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen von einer Theatermitarbeiterin entgegen.
Die Choreographin Bridget Breiner (r) nimmt bei der Verleihung des Theaterpreises des Deutschen Bühnenvereins „Der Faust“ im Staatstheater in Saarbrücken (Saarland) den Preis als Beste Choreographin für «Charlotte Salomon: Der Tod und die Malerin» im Musiktheater im Revier Gelsenkirchen von einer Theatermitarbeiterin entgegen.
Foto: dpa
Verleihung in Saabrücken. Ballettchefin des Musiktheaters dankte auch ihrer Compagnie.

Gelsenkirchen.. Fast hätte die Preisverleihung gar nicht stattgefunden, denn die schrecklichen Anschläge von Paris überschatteten auch die zehnte Auflage des Theaterpreises „Der Faust“ am Samstagabend in Saarbrücken, gleich in Grenznähe zu Frankreich. Nach kurzer Überlegung, die Gala abzusagen, entschied sich die Theaterleitung dann doch für die Durchführung, legte stattdessen eine Schweigeminute ein.

Im Jahre 2012 übernahm die US-Amerikanerin das Ballett vom langjährigen, überaus erfolgreichen Compagniechef Bernd Schindowski. Nur ein Jahr später erhielt sie erstmals den renommierten Theaterpreis für ihre Sicht auf das Aschenputtel-Märchen „Ruß“. Jetzt zeichneten die Juroren ihre Choreografie „Der Tod und die Malerin“ aus, entstanden in intensiver Zusammenarbeit mit der New Yorker Komponistin Michelle DiBucci. Das Werk setzt sich als multimediale Ballettoper intensiv und berührend mit dem Leben und Sterben der jüdischen Künstlerin Charlotte Salomon auseinander.

Bridget Breiner war mit einer kleinen Gelsenkirchener Delegation in Saarbrücken, darunter MiR-Geschäftsührer Dieter Kükenhöner und Bürgermeisterin Martina Rudowitz. Breiner: „Ich war sehr aufgeregt, nervös und am Ende überglücklich.“ Als am Abend feststand: „Sie hat ihn“, machte diese Nachricht auch am Musiktheater wie ein Lauffeuer die Runde. Und zwar in dem Moment, als die Steampunk-Oper gerade Pause hatte. Bei der Premierenfeier freute sich Intendant Michael Schulz „über diese höchste Ehrung der deutschen Theaterlandschaft für das Ballett im Revier und die Würdigung der künstlerischen Arbeit in Gelsenkirchen“

Nachricht verbreitet sich rasch

Die begehrte Trophäe wird in neun Kategorien verliehen. Für die Auszeichnungen Bester Tänzer/beste Tänzerin war ein zweites Ensemblemitglied aus Gelsenkirchen nominiert: Kusha Alexi, die die Rolle der Charlotte Salomon getanzt hatte. Hier ging die Auszeichnung an die Tänzerin Alicia Amatriain vom Stuttgarter Ballett.

Bridget Breiner reagierte in Saarbrücken überglücklich und machte in ihrer Dankesrede deutlich, dass Sie den Preis stellvertretend für ihre ganze Company entgegen nehmen würde: „Unsere Tänzer sind Wahnsinn, die geben einfach alles!“ Auf Twitter und Facebook folgten noch am Abend viele Glückwünsche.

Breiner liegt gerade „Charlotte Salomon“ am Herzen: „Durch die Arbeit und den Preis bleibt ihr Werk im Bewusstsein der Menschen.“

Die Ballettchefin selbst stand schon am Sonntagabend wieder auf der MiR-Bühne, wo sie „Alice in Wonderland“ die Königin tanzt.

 
 

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