Bischöfe dokumentieren Verbundenheit mit der jüdischen Gemeinde

Blick in die neue Synagoge in Gelsenkirchen.
Blick in die neue Synagoge in Gelsenkirchen.
Foto: WAZ
Dr. Franz-Josef Overbeck und Wilhelm Zimmermann fördern den interkulturellen Dialog. Sie besuchten die neue Synagoge in Gelsenkirchen.

Gelsenkirchen. Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck und Weihbischof Wilhelm Zimmermann besuchten die jüdische Gemeinde in Gelsenkirchen.

Bei einem Rundgang durch die neue Synagoge inmitten der Gelsenkirchener Altstadt betonten die beiden Bischöfe die enge Verbundenheit der katholischen Christen mit ihren „älteren Geschwistern im Glauben“.

In einem Gespräch mit den Bischöfen äußerte der Gemeindevorstand um die Vorsitzende Judith Neuwald-Tasbach und Rabbiner Chaim Kornblum die Sorge vor einer zunehmenden Radikalisierung in Teilen der Gesellschaft, gerade im rechtsextremen und im islamistischen Bereich. Die Bischöfe teilen diese Sorge. „Alle gesellschaftlichen Kräfte müssen sich dieser Entwicklung Hand in Hand entgegen stellen“, sagte Overbeck.

Kulturelle Veranstaltungen

Bei einer Führung durch das jüdische Gotteshaus zeigten sich Overbeck und Zimmermann beeindruckt davon, wie sehr die vor neun Jahren eingeweihte Synagoge in das kulturelle und gesellschaftliche Geschehen der Stadt integriert ist. Neben den Gottesdiensten und der Gemeindearbeit lädt die Gemeinde regelmäßig zu Musik-, Tanz- und anderen kulturellen Veranstaltungen ein.

In diesem Sommer werden Overbeck und Zimmermann, der als Bischofsvikar im Ruhrbistum den interreligiösen Dialog koordiniert, auch alle anderen Synagogen im Ruhrbistum besuchen: Am 7. Juli sind sie in der jüdischen Gemeinde in Bochum zu Gast, im September in Essen und Duisburg.