Beschwerde: Kehrdienst fegt den Gehweg nur einseitig

Die jüngsten Berichte über Müllprobleme hat WAZ-Leserin Ute Elke Mathiebe-Becker mit Interesse verfolgt. Die Hausbesitzerin lebt seit 13 Jahren an der Schalker Straße 178 im gleichnamigen Stadtteil – zufrieden mit der Sauberkeit vor Ort ist die 59-Jährige aber keineswegs. Insbesondere der Kehrdienst steht bei der gelernten Diplom-Designerin in der Kritik. „Es kommt oft vor, dass der Bürgersteig nur einseitig gefegt wird“, sagte Ute Elke Mathiebe-Becker. „Dann muss ich den Gehweg vor dem Haus selber fegen. Erst vor ein paar Tagen sei das wieder der Fall gewesen. „Ich finde, das ist nicht hinnehmbar. Schließlich zahle ich gut 170 Euro im Jahr für die Reinigung“, so die 59-Jährige, die mit ihren Beschwerden bei Gelsendienste nicht weiterkam.

Mathiebe-Becker hat nach eigenem Bekunden mehrfach schon Mitarbeiter von Gelsendienste angesprochen auf die Missstände. „Die Müllwerker und die Männer von der Kehr-Kolonne haben mir zum einen gesagt, sie seien zu wenige Mitarbeiter. Und zum anderen, dass sie zum Beispiel extra aus Buer abgestellt worden seien, um die Reinigung überhaupt zu gewährleisten.“

Dreimal wöchentlich gereinigt

Gelsendienste stellt die Situation anders dar. „Wir sind der Kritik der Anwohnerin bereits mehrfach nachgegangen“, sagte Sprecher Tobias Heyne. Bei allen Kontrollen seien keine auffälligen Verunreinigungen festgestellt worden. „Satzungsgemäß reinigt Gelsendienste dreimal die Woche für 18,61 Euro pro Frontmeter im Jahr – und zwar montags, mittwochs und freitags.“ Mal sei eine Hand-Kolonne im Einsatz, mal eine Kleinkehrmaschine.

Zur Info: Erforderlich ist laut Gelsendienste eine grobe Oberflächenreinigung, die Verkehrsgefährdungen beseitigt und einen vertretbaren hygienischen Standard hält. Hierzu gehören die regelmäßige Entfernung von Glasscherben, Ästen, Hundekot oder Essensresten. Nicht unmittelbar verkehrs- oder gesundheitsgefährdend ist dagegen das Wuchern von Wildkraut. Dessen Entfernung wird daher nur in längeren Abständen als die regelmäßige Straßenreinigung vorgenommen – das ist wirtschaftlicher.

In Wohnstraßen reicht in der Regel eine wöchentliche Reinigung. Geschäftsstraßen mit viel Verkehr werden dreimal wöchentlich gesäubert.

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