Bergwerkorchester glänzt im Schloss musikalisch und optisch

Zum traditionellen Weihnachtssingen lud das Bergwerksorchester Consolidation am Sonntag in Gelsenkirchen in das Schloss Horst ein.
Zum traditionellen Weihnachtssingen lud das Bergwerksorchester Consolidation am Sonntag in Gelsenkirchen in das Schloss Horst ein.
Foto: FUNKE Foto Services
300 Gäste genossen am Sonntag das Weihnachtskonzert des Bergwerkorchester Consolidation im Gelsenkirchener Schloss Horst.

Gelsenkirchen.. Die Fanfaren der „Festival Parade“ ertönen und eröffnen am Sonntagabend das traditionelle Weihnachtskonzert des Bergwerkorchesters Consolidation auf Schloss Horst. Schmuck sehen die 32 Musiker aus, die goldenen Knöpfe der schwarzen Uniformen glänzen mit den Blechblasinstrumenten um die Wette. Die roten Federbüsche auf den Tschakos geben einen fröhlichen Farbtupfer und strahlen wie die Sterne an der geschmückten Tanne im herrlichen Konzertsaal. „Danke, dass Sie uns die Treue halten“ – der zweite Vorsitzende des Orchesters, Patrick Brauhoff, kann 300 Gäste begrüßen. „Ausverkauftes Haus“.

Rockig geht es los mit „Music was my first love“ von John Miles. Viel Tuba, schwungvoll, breit ausladend das immer wiederkehrende Thema, fetzige Saxofone – der perfekte Big-Band Sound. Danach geht es weiter mit einem Potpourri aus Klängen der Kinderoper Hänsel und Gretel von Engelbert Humperdinck. Musikdirektor Gerd Damman dirigiert mit fester Hand, ganz vorzüglich der Auftritt der bösen Hexe, die Kinderlieder – wirklich ein schöner Querschnitt durch das klassische Werk.

Tolles Konzert, unglückliche Weihnachtsgeschichte

Ein Medley aus amerikanischen Weihnachtsliedern schließt sich an. „Let it snow“, „Winter Wonderland“ und „Jingle Bells“ – hier und da hört man Menschen summen, sieht man Füße wippen. „Viele möchten mitsingen“, freut sich Brauhoff und kann endlich den Startschuss geben. „Alle Jahre wieder“ stimmt das Orchester an, und die meisten der Zuhörer singen mit, erst ganz scheu, dann etwas lauter, Textzettel liegen ja aus.

Nach der Pause gibt es eine Weihnachtsgeschichte von Frank, dem Schlagwerker. Mit kecker roter Mütze liest er von den Nöten einer Personalratschefin, die ihre liebe Mühe hat, allen bei der Planung der Weihnachtsfeier gerecht zu werden. Lustig ist es nur begrenzt, stehen in dieser Geschichte doch alle „Andersdenkenden“ wie Quertreiber da – das muss eigentlich nicht sein. Besser wieder weiter mit Musik. Gekonntes Arrangement von „Feliz Navidad“ und dann gibt es noch einmal „Rockin’ Around the Christmas Tree“. In „Last Christmas“ stehen fünf Trompeter bei ihrem Einsatz immer wieder auf, ganz in Manier der alten Jazz-Bands. Szenenapplaus. Gesungen wird im Publikum noch einige Male, Höhepunkt sicherlich „O Du Fröhliche“ – allen wird warm ums Herz, Weihnachten kann kommen. Vorher noch ein nicht enden wollender Applaus für das Bergwerkorchester Consolidation.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen