Beni Veltum aus Gelsenkirchen auf bunter Mission in Marokko

Eine Außenwand des Gesundheitszentrums im marokkanischen Jerada nach der Veredelung durch Beni Veltum.
Eine Außenwand des Gesundheitszentrums im marokkanischen Jerada nach der Veredelung durch Beni Veltum.
Foto: Privat
Den heutigen Wahl-Essener erreichte eine Graffiti-Anfrage aus Marokko. Dort besprühte der Künstler im Auftrag der Deutschen Botschaft in Marokko die Außenwand des Gesundheitszentrums in Jerada. In einer Sprachschule gab Beni Veltum einen Workshop in Sachen Sprühen.

Gelsenkirchen.. Pillen, Gras, Zigaretten, eine Spritze, ein Schädel und Blut – Der aus Gelsenkirchen stammende Künstler Beni Veltum, der in Essen ein eigenes Graffiti-Büro betreibt, hat in Marokko eine Wand des örtlichen Gesundheitszentrums von Jerada gestaltet und einen Hauch von Farbe und Kreativität in die „von Kohle, Tristesse und Perspektivlosigkeit geprägte Provinzstadt“ im Osten Marokkos gebracht. Gefördert wurde die Aktion von der Deutschen Botschaft in Marokko, in Kooperation mit der Abordnung der nationalen Gesundheitsbehörde von Marokko.

Auch in einer Sprachschule im 60 Kilometer weiter gelegenen Ort Oujda hat der Graffiti-Künstler gemeinsam mit Schülern Bilder gesprüht: „Die meisten dort haben gut Deutsch gesprochen.“ Ansonsten habe er sich auf Englisch, mit einem Dolmetscher oder mit Händen und Füßen verständigt.

Die Deutsche Botschaft war auf den Künstler aufmerksam geworden

Der einwöchige Trip nach Nordafrika war nicht der erste Auslandseinsatz für Beni Veltum: „Ich habe auch schon in Luxemburg und in Holland gearbeitet. Aber ein Auftrag in Marokko ist natürlich nicht alltäglich.“ Die Deutsche Botschaft war im Internet auf den Wahl-Essener aufmerksam geworden. Der Schriftzug „Augen auf!“, in marokkanischer Umgangssprache „7ell 3inik“, ist ein Appell gegen Zigaretten, Marihuana und andere Drogen. „Gleichzeitig ist es ein Ansatz, der Kohlestadt Jerada ein neues Gesicht zu verleihen“, so Ute Kiefer vom Goethe-Institut.

„Reisen und malen – für solche Sachen bin ich offen“, sagt Veltum. „Ich weiß nicht, was es besseres gibt.“ Den Auftrag hat er ehrenamtlich ausgeführt. Für Flug, Unterkunft und Material kam die Deutsche Botschaft auf.

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