Bauteile werden untersucht

Der Herkules auf dem Nordsternturm wird zurzeit untersucht. Foto: Martin Möller
Der Herkules auf dem Nordsternturm wird zurzeit untersucht. Foto: Martin Möller
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.. Kritiker stänkern seit Monaten gegen den Göttersohn auf dem THS-Turm. Jetzt machen auch noch Gerüchte um die Standfestigkeit des stolzen Herkules die Runde. Von handwerklichen Mängeln am ruppigen Körper ist die Rede. Muss Herkules wieder runter vom hohen „Ross“?

Diese Frage brachte THS-Sprecherin Dr. Marie Mense gestern ins Staunen: „Davon habe ich nichts gehört.“ Dass die Figur von Markus Lüpertz wieder auf den Boden müsse, das sei auch kaum anzunehmen, da erst in der vorletzten Woche das Betonfundament auf dem Vorplatz entfernt worden sei: „Der Herkules steht sicher und fest.“

Und was ist dran an Munkeleien, dass mit der Skulptur etwas nicht stimmt, könnte es sein, dass Schweißnähte nicht in Ordnung sind? Dazu die THS-Sprecherin: „Wir durchlaufen gerade den Abnahmeprozess und in diesem Zusammenhang werden alle Bauteile nochmals intensiv untersucht. Die Sicherheit steht selbstverständlich an erster Stelle.“

Weiß man das, weil die Figur regelmäßig überprüft wird? Die Sprecherin betont: „Zwei Mal im Jahr wird der Herkules durch Sachverständige kontrolliert.“

Der Düsseldorfer Malerfürst Lüpertz schuf die 18 Meter hohe und rund 23 Tonnen schwere Skulptur, die seit Dezember den Turm im Nordsternpark ziert. Herkules-Vater Lüpertz kontrolliert sein Riesenbaby wohl nicht mehr regelmäßig. Mense: „Nein, nicht dass wir wüssten.“

In die Schlagzeilen geraten ist die THS in den letzten Tagen durch die Beurlaubung ihres Geschäftsführers Karl-Heinz Petzinka. Nach WAZ-Informationen soll ein Konto der THS steuerlich nicht berücksichtigt worden sein, von dem später ein Teil der Kosten für die Herkules-Figur bezahlt wurde.

 
 

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