Aufregung um die Gesamtschule Berger Feld

Ende März gab es in der Aula der Gesamtschule eine Pressekonferenz mit der zentralen Forderung, endliche klare Perspektiven für die Schule aufzuzeigen.
Ende März gab es in der Aula der Gesamtschule eine Pressekonferenz mit der zentralen Forderung, endliche klare Perspektiven für die Schule aufzuzeigen.
Foto: WAZ FotoPool
Anlass ist die Entwicklung des Arenaparks mit Blick auf den Neubau und der zukünftige Statort im Berger Feld. Die Gesamtschule will ihre Vorrangstellung als DFB-Eliteschule behalten. Die Sportförderschule wurde ursprünglich für 3500 Schüler konzipiert, heute beherbergt sie noch 1350 Schüler.

Gelsenkirchen.. Die Gesamtschule Berger Feld eignet sich als Thema zum Dauerbrenner. Immer wieder gerät die Einrichtung in die Diskussion, obwohl sich Stadtverwaltung und Parteien in der jüngeren Vergangenheit zu ihr und ihrem außergewöhnlichen Status als DFB-Eliteschule und NRW-Sportförderschule bekannt und sie als „Leuchtturmschule“ in und für Gelsenkirchen hervorgehoben haben.

Jetzt ist die Entwicklung des Arena-Parks mit Blick auf den Neubau des „Tor Auf Schalke“ der Anlass für Aufregung. Stadtrat Joachim Hampe hatte am Montag auf der Pressekonferenz des FC Schalke 04 gesagt, dass die Einrichtung als solche nicht in Frage stünde, allerdings der Standort im Berger Feld in einer ferneren Zukunft. Auf 40,5 Millionen Euro belaufe sich das Sanierungsvolumen, teilte Hampe auch mit.

Das ist altbekannt. Was in der Öffentlichkeit dagegen neu ist, ist die Aussicht, dass das in der Nachbarschaft gelegene Gelände, auf dem sich das Katastrophenschutzzentrum befindet, als möglicher neuer Standort für eine verkleinerte Gesamtschule nicht mehr in Frage kommt, weil dort 2500 Pkw-Stellplätze entstehen sollen.

Nähe zum FC Schalke 04

Für Georg Altenkamp ist es dann auch ein Unding, aus der WAZ davon zu erfahren und nicht vorher beteiligt worden zu sein. „Über den schulischen Teil sind wir hervorragend durch Dr. Manfred Beck informiert, aber nicht über den wirtschaftlichen.“ Der Schulleiter führt an dieser Stelle seine Verantwortung ins Feld und die Verpflichtung, geregelt über § 77 Schulgesetz, auch über die wirtschaftlichen Entwicklungen informiert werden zu müssen, wenn sie das Schulumfeld betreffen. „Zwischenzeitlich habe ich aber mit Stadtrat Hampe telefoniert und er hat mir zugesichert, uns künftig auf dem Laufenden zu halten. Ebenso steht der Verwaltungsvorstand zu dem von ihm verabschiedeten Fünf-Punkte-Plan“, erklärte Altenkamp am Mittwoch auf Nachfrage.

In Sachen Standortfrage verweist der Schulleiter auf die hohe Bedeutung der Nähe zum FC Schalke 04 („wegen des Vormittagstrainings“), aber auch zum Kanal wegen der Kooperation mit dem Ruderverein; lediglich Haus Leithe und damit die Talentförderung im Golfsport („Wir bringen sehr viele Talente heraus“) lässt sich angesichts des Standortes nicht anders lösen.

Geht es aber um eine künftige Platzierung der Einrichtung, die mal für 3500 Schüler konzipiert wurde, heute 1350 eine schulische Heimat bietet und laut Altenkamp weiterhin bieten soll („wegen der hohen Nachfragen“), positioniert sich der Schulleiter eindeutig: „Mehr als ein Kilometer darf es nicht sein; sonst ist das als Fußweg gerade beim Vormittagstraining in der 3. und 4. Stunde nicht mehr zu schaffen.“

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