Auf Testfahrt mit dem Metropolradruhr durch Gelsenkirchen

Tobias Mühlenschulte
WAZ-Mitarbeiter Tobias Mühlenschulte testete das System Metropolradruhr. Am Schloss Horst startete er seine kurze Tour. Foto: Martin Möller
WAZ-Mitarbeiter Tobias Mühlenschulte testete das System Metropolradruhr. Am Schloss Horst startete er seine kurze Tour. Foto: Martin Möller
Foto: WAZ FotoPool
Die Metropolradruhr erweitert und modernisiert ihr Angebot in Gelsenkirchen. Die WAZ machte eine Testfahrt mit dem aktuellen System. Erstmal gilt es, durch die Registrierung durchzusteigen, bevor man aufsteigen kann.

Gelsenkirchen. Bei Metropolradruhr tut sich was. Der Fahrradverleiher aus der Region hat für die nahe Zukunft einige Änderungen angekündigt. Unter anderem sollen neben dem Ausbau des Metropolrad-Netzes die Ausleihterminals in den kommenden Monaten technisch so aufgerüstet werden, dass Verleih und Erstanmeldung direkt an den solarbetriebenen Stationen möglich sind.

Die entsprechenden Displays sind schon angebracht. Drückt der Radel-Willige aber gegenüber von Schloss Horst auf die Kunststoff-Tastatur der Säule, muss er erkennen, dass hinter der Scheibe noch keine Technik installiert ist. Also muss die Registrierung auf die altmodische Tour erfolgen. Und da gilt es erstmal durchzusteigen, bevor man aufsteigen kann. Mal eben so spontan funktioniert das Verleih-Geschäft bislang nämlich nicht.

3 Tage ohne Kreditkarte

Wer sofort losradeln möchte, benötigt dafür eine Kreditkarte, erfährt der Neuling auf der Homepage http://nextbike.net/mr/. Nextbike ist der Hersteller der Technologie und für den Betrieb zuständig. Ohne Kreditkarte – also beim Lastschriftverfahren – behält sich das Unternehmen drei Tage für die Freischaltung vor. Wer keine Kreditkarte hat, muss sich gedulden – und vorher registrieren. Die Anmeldung ist aber nicht online, sondern telefonisch und bei der Touristinfo möglich.

Für die WAZ-Testfahrt wird die Online-Anmeldung mit Kreditkarte gewählt, schließlich soll es ja gleich losgehen. Nach Eingabe von Handynummer, Name, Adresse und Kreditkartennummer kommt eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Angeklickt – wir sind drin im System Metropolradruhr. Weil der Fotograf eh für einen Termin zum Schloss Horst muss, wählen wir die dortige Station als Startpunkt für unser Experiment.

Um sicherzugehen, dass wir gleich nicht vor einer leeren Radstation stehen, wählen wir die Option „Reservierung“ und navigieren uns ganz leicht durch zur Station Schloss Horst. „Vier Räder stehen zur Verfügung“, erfahren wir. Eins davon soll uns zur nächsten Station – zum Nordsternpark – bringen.

Auf dem Josef-Büscher-Platz suchen wir dann den Drahtesel unserer Wahl aus. Jedes Metropolrad hat ein individuelles Schild mit einer fünfstelligen Nummer, und genau die geben wir vor Ort und Stelle über unsere Handy-Tastatur ein, nachdem wir die Hotline angewählt haben. Der Sprachcomputer spuckt dann einen vierstelligen Code aus, den wir beim Zahlenschloss am Rad verwenden müssen, um es freizubekommen. Klappt auch. Genau wie die Fahrt zum Nordsternpark. Dort stellen wir das Rad in die Station und schließen es ab. Anschließend rufen wir die Hotline an und benennen zu guter Letzt die Station. Die kurze Fahrt hat einen Euro gekostet.