Auf den Spuren des Meisters

Foto: WAZ FotoPool
Am Freitag startet im Kunstmuseum die Ausstellung „Das Geschlecht der Arbeit“ mit Positionen der Klasse Cornelius Völker, Professor an der Kunstakademie Münster.

Gelsenkirchen.. Die Furzmaschine von Stefan Wiesnau war beim Pressetermin im Kunstmuseum am Mittwoch noch nicht aufgebaut. Heute jedoch, wenn Professor Cornelius Völker von der Kunstakademie Münster die Ausstellung seiner Klasse um 19 Uhr eröffnet, kann das skurrile Objekt wohl in Augen- und Ohrenschein genommen werden. 17 Völkel-Schüler zeigen unter dem Titel „Das Geschlecht der Arbeit“ bis zum 15. April an der Horster Straße 5-7 Auszüge ihres Schaffens. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Malerei.

Von großformatigen Leinwänden in bunter Bonbon-Optik über surrealistisch anmutende Werke bis hin zu kleinformatigen Romantik-Anleihen in dunklen Farben reichen die Positionen der 23- bis 40-jährigen Künstler. Und vereinzelt sind es eben auch Installationen, Skulpturen und Objekte - wie die Furzmaschine etwa.

Jede Arbeit steht für sich

Thomas de Groote hat seine minimalistisch mit Öl und Acryl verewigten Raketen-Abschussrampen um ein Pappe-Objekt erweitert, das einen von einer Triebwerksstufe zerstörten Plattenbau zeigt. Auch Moritz Neuhoff lebt die Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper sowohl auf der Leinwand als auch am Objekt aus. Jede Arbeit steht für sich. Das Spiel mit den Farbräumen, sind sich die Völker-Schüler einig, sei der einzige rote Faden, der sich durch ihre Positionen zieht.

Cornelius Völker drücke ihnen nicht seinen Stempel auf, sagen die jungen Künstler. Während Völker sich bei seiner Arbeit eher mit Themen wie Dynamik und Zeit auseinandersetze, läge der Fokus bei ihnen auf Farblichkeit und Räumen. Auch Gail Kirkpatrick, die Leiterin der Kunsthalle Münster, sagte über eine Ausstellung der Klasse im letzten Jahr: „Gut – Figuratives, die menschliche Figur, taucht zwar auf, häufiger jedoch sieht man das Sujet einer Landschaft – ein Thema, das Völker für seine eigene Malerei meines Wissens nicht in Anspruch nimmt.“ Andere Arbeiten würden eine Auseinandersetzung mit der Abstraktion vertiefen, auch Tendenzen einer geometrischen Abstraktion, die eine kühle, rationalisierte ästhetische Handschrift verlange, seien zu entdecken. „Kurzum, die Breite der Themen und Malweisen der Studierenden weist eine Palette von Einflüssen auf, die fern der Produktion von Cornelius Völker liegen.“

 
 

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