Gelsenkirchen

„Armes Reiches Deutschland“ in Gelsenkirchen – Zuschauer wütend: „Das war doch alles Fake!“

Ilka Bessin besuchte Gelsenkirchen.
Ilka Bessin besuchte Gelsenkirchen.
Foto: RTL

Gelsenkirchen. Am Dienstagabend strahlte RTL seine neue Doku „Armes Reiches Deutschland“ aus. Im Fokus von Moderatorin Ilka Bessin: Gelsenkirchen.

Und die Revierstadt kam bei RTL gar nicht gut weg. Dreckig sei es, die Menschen arm, die Zukunft grau und insgesamt hätten die Gelsenkirchener ja nur Schalke.

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Auf der Facebookseite von DER WESTEN häuft sich der Ärger. Die Gelsenkirchener sind gar nicht zufrieden mit dem Bild von ihrer Stadt.

  • Janine W.: „Da werde ich echt sauer, ich komme aus Gelsenkirchen, habe Kinder, ein schönes Zuhause. Wir leben nicht von Hartz IV. Ich kenne niemanden dessen Kinder hier in Armut leben oder dass die Renten meiner Omas nicht reichen usw. Lebe ich in einem anderen Gelsenkirchen?“
  • Melanie R.: „Mein Mann ist in Gelsenkirchen geboren und aufgewachsen. Wir haben in der Arena geheiratet, lange da gelebt. Sind nicht arbeitslos, nicht arm und nicht im Dreck. Wir lieben Gelsenkirchen.“
  • Sandra J.: „Wieder mal werden die Klischees bedient, die die Zuschauer ja so lieben: Der schmutzige und mittlerweile strukturschwache Kohlenpott. Würde man über die Sylter Schickeria einen Film bringen, dann würde dies wohl nicht annähernd die gewünschten Einschaltquoten bringen. Und schmutzige, sozial schwache Viertel gibt es übrigens auch in “Vorzeigestädten“ wie Hamburg, Berlin, München oder Köln. Nur mal nebenbei erwähnt.“

Ist die Sendung Fake?

Und auch einzelne Inhalte der Folge werden angezweifelt. So schreibt Marina S.: „Das war alles Fake. Zum Beispiel der Bergmann. Hat 800,- Mark verdient und sagt das war nichts. Bei 800,- Mark war er nicht unter Tage.“

Und Rafi S. stimmt ihr zu: „Stimmt, das hat mich auch gestört. Wer Bergmann war, hat eine viel höhere Rente. Knappschafts -Renten sind im Allgemeinen sehr gut.“

Wichtig ist hierbei jedoch zu erwähnen, dass der Bergmann aus der Folge lediglich dreizehn Jahre unter Tage gearbeitet hat.

 
 

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