Gelsenkirchen

„Armes Reiches Deutschland“: Ilka Bessin besucht für RTL Gelsenkirchen – und bedient alle Vorurteile

Ilka Bessin besuchte Gelsenkirchen.
Ilka Bessin besuchte Gelsenkirchen.
Foto: RTL

Gelsenkirchen. „Arbeitslosigkeit, Alters- und Kinderarmut, Obdachlosigkeit - die neue Doku-Reihe zeigt, wie das Leben von Menschen am Rande des Existenzminimums aussieht“, so beschreibt RTL seine neue Dienstagabendsendung.

In der aktuellen Folge besucht Ilka Bessin, besser bekannt als Cindy aus Marzahn, Gelsenkirchen. Und RTL bemüht sich redlich alle Klischees, die über die Pottstadt im Umlauf sind, zu bedienen.

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Mit dem Song „What about us“ von US-Star Pink, einem Song der Themen wie Armut und das Zurücklassen thematisiert, startet die Sendung. Die Kamera fliegt über graue Hausfassaden hinweg, vorbei an dreckigen Straßen und zugenagelten Geschäften in Richtung Veltins-Arena.

Klischees ins Mikro formuliert

Im Hintergrund formuliert Bessin Klischees ins Mikro: „In dieser Stadt zählt für die meisten Menschen nur eins: Schalke 04 natürlich. Die Leute in dieser Stadt leben für dieses Stadion, für den Verein, das ist für die Alles, das ist für die Familie, das ist für die Zusammenhalt. Aber Gelsenkirchen hat auch eine andere Seite. Und zwar eine extrem traurige.“

Und die sieht laut RTL so aus: „Gelsenkirchen ist mittlerweile die ärmste Stadt Deutschlands. Hat eine extrem hohe Kinderarmut. Es gibt viele Menschen, die arbeitslos sind, viele Rentner, die wenig Geld haben zum Leben und Überleben.“

Wie sieht das Leben in Gelsenkirchen aus?

Diese „Die“, also die Menschen, möchte Bessin treffen und sehen, wie das Leben in Deutschlands ärmster Stadt aussieht.

Los geht die Sendung in einem Kiosk in Schalke: Schnell werden die gängigen Themen angehakt. Die Kiosk-Rosi als gute Seele, Alkoholiker, die hier ihr morgendliches Bierchen kaufen, eine Hartz IV-Familie, die sich mühsam eine Bifi für die Kinder vom Arbeitslosengeld abzwackt.

Rentnerin, Bergmann, Familie

Im weiteren noch eine Rentnerin, die sich die 200 Gramm Cervelatwurst beim Metzger nicht mehr leisten kann, ein ehemaliger Bergmann, der noch nie im Urlaub war, ein Fahrlehrer, der sich den Unterhalt für seine fünf Kinder nicht leisten kann und eine junge Familie, die ach so gerne mal ins Disneyland fahren würde, was sich ohne Geld aber schwierig gestaltet.

In 45 Minuten werden fünf Lebensgeschichten im Schnelldurchlauf präsentiert. Sie alle handeln von Armut. Davon, wie schlimm es ist, in Gelsenkirchen zu leben. 45 Minuten, an deren Ende Ilka Bessin alle noch zum gemeinsamen Schnitzel mit Bratkartoffel-Essen einlädt. Ein vermeintlich versöhnlicher Abschluss einer Sendung voller Klischees.

Hier kannst du die komplette Folge sehen

 
 

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