Ange-lok-t zum Bahnbetriebswerk

Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das alte Bahnbetriebswerk seine Pforten. Im Bild:  der ehemalige Stadtplaner Lutz Heidemann (li.) und Paul Lindemann (Förderverein) . Foto: Caroline Seidel / WAZ FotoPool
Zum Tag des offenen Denkmals öffnet das alte Bahnbetriebswerk seine Pforten. Im Bild: der ehemalige Stadtplaner Lutz Heidemann (li.) und Paul Lindemann (Förderverein) . Foto: Caroline Seidel / WAZ FotoPool
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Denkmal - nach Wikipedia ist es „ein Objekt, dem im Rahmen der Erinnerungskultur ein besonderer Wert zugesprochen wird. Es steht für ein Ereignis, eine Person oder einen Zustand der Vergangenheit.“

Da Gelsenkirchen eine Menge solcher Erinnerungsstücke zu bieten hat, kann es diese auch selbstbewusst zur Schau stellen. Was würde sich da besser eignen als ein Tag, an dem einfach alle Denkmäler geöffnet werden. Kurz: Ein Tag der offenen Denkmäler.

Mit dabei war auch das stillgelegte Bahnbetriebswerk in Bismarck aus den 1920er Jahren. Dort ließen die Vereine Bahnfreunde Bismarck und Historische Eisenbahn Gelsenkirchen (HEG) das Herz des Eisenbahnfans höher Schlagen. „Mensch, wem gehört denn die V60?“, fragte ein fachkundiger Besucher erstaunt. Acht Bahnen sind insgesamt im Besitz des HEG, zwei werden aktuelle aufgearbeitet. „Die ältesten Loks, die wir hier haben sind die Dampflok von 1942 und der Reisezug aus den 30er Jahren“, sagte Rolf Schmidt, 1. Vorsitzender des HEG, „wir wollen mit der Denkmal-Aktion auf uns aufmerksam machen.“

Die 15 Helfer setzten die Bahnen, darunter auch eine Reichsbahn, gut in Szene. Die Besucher konnten zwischen den Schienen umherschlendern oder sich bei den Fachmännern ausgiebig informieren. Denn der Tag des offenen Denkmals lockte sogar neben eingefleischten Fans auch Laien an. „Es ist wirklich interessant“, sagte auch Jens Demacker, „ich mache hier die Denkmal-Tour durch die Stadt - das ist mal was anderes als ein Museum.“

Als die Dampflok dann gestartet wurde, erwachten Erinnerungen. „Weißt du noch damals...“, sagte ein älterer Herr zu einem anderen Besucher und zeigte auf die Lok. Aus deren Schornstein quoll mittlerweile grauer Rauch empor - es fehlte nur noch das klassische Tuten und der Sprung in die Vergangenheit wäre perfekt gewesen.

 
 

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