Albert Streit und Schalke gehen getrennte Wege

Albert Streit und der FC Schalke 04 haben sich per Vergleich geeinigt. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
Albert Streit und der FC Schalke 04 haben sich per Vergleich geeinigt. Foto: Martin Möller / WAZ FotoPool
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Das Kapitel Albert Streit auf der einen und Schalke 04 auf der anderen Seite ist abgeschlossen. Wie viel seines Jahresgehalts in Höhe von 1,77 Millionen Euro Streit noch einstecken darf, darüber schweigen sich die Parteien aus. Zum 31. Dezember endet das Arbeitsverhältnis.

Gelsenkirchen.. Das Kapitel Albert Streit auf der einen und Schalke 04 auf der anderen Seite ist abgeschlossen. Am Dienstag kam es vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen zum Vergleich der streitenden Parteien. Das Arbeitsverhältnis „Auf Schalke“ endet für den Kicker zum 31. Dezember 2011.

Wie viel seines Jahresgehalts von 1,77 Millionen Euro Albert Streit noch einstecken darf, darüber schwiegen die Parteien sich aus. Nun, die Summe dürfte kleiner sein als 1,77 Mio Euro und größer als die, die dem Kicker bis Jahresende noch zusteht. Es sollen gut 850 000 Euro sein.

Seine Koffer hatte der 31-Jährige ohnehin schon lange vorher gepackt. Denn seit der fristlosen Kündigung im August ist Streit nicht mehr im Schalker Trikot aufgelaufen.

Streit klagt gegen Kündigung

Streit, der jetzt in Köln wohnt, hatte gegen die fristlose Kündigung geklagt. Doch beim Gütetermin am 16. September blieben beide Seiten bei ihrer Darstellung. Beim Training soll Streit nach der Aufforderung des Trainers, das Tor mit wegzutragen, geantwortet haben, „fick dich, ich bin über 30 und trage kein Tor mehr weg“.

Streit bestreitet die Aussage bis heute, klagte auf Weiterbeschäftigung. Dass sich Schalke mit der fristlosen Kündigung auf dünnem Eis bewegen könnte, hatte das Gericht schon beim Gütetermin angedeutet. Denn es scheint fragwürdig, ob die Antwort - wenn sie denn so erfolgte - schon ausreicht für eine fristlose Kündigung. Zumal Schalke bereits zwei früher erteilte Abmahnungen wieder zurücknehmen musste.

Karriere im Ausland möglich

Auch gestern schien es lange danach auszusehen, dass man sich nicht einigt. Im Gerichtsflur herrschte rege Betriebsamkeit. Die jeweiligen Rechtsvertreter gingen immer wieder mit neuen Angeboten zu ihren juristischen Gegnern. Die brüteten dann hinter verschlossenen Türen weiter. Schließlich ging’s nach einer Stunde wieder in den Gerichtssaal.

Mit dem Vergleich scheinen Schalke wie auch der Profi zufrieden zu sein. Für Albert Streit waren es die „schwierigsten Jahre in meiner Karriere. Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen. Wichtiger als Fußball ist, dass ich meine Frau an meiner Seite habe.“ Ob er noch einmal für einen anderen Verein auflaufen wird, lässt Streit offen: „Wenn überhaupt, dann gehe ich ins Ausland.“ Auch wenn das Kapitel Schalke abgeschlossen ist. „Auch hier“, versichert Streit, „habe ich viele Freunde gewonnen.“

 
 

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