Ältere Menschen sind Experten in eigener Sache

Ein Blick zurück: Vertreter der Stadt Gelsenkirchen und verrschiedener Sozialverbände und - einrichtungen unterzeichneten am Mittwoch, 14. November 2011, im Rathaus Buer den Kooperationsvertrag Seniorennetzwerk Gelsenkirchen.
Ein Blick zurück: Vertreter der Stadt Gelsenkirchen und verrschiedener Sozialverbände und - einrichtungen unterzeichneten am Mittwoch, 14. November 2011, im Rathaus Buer den Kooperationsvertrag Seniorennetzwerk Gelsenkirchen.
Foto: WAZ FotoPool
Wieder einmal wird Gelsenkirchen als Modellkommune unterwegs sein. Dieses Mal um Lösungen zu finden, wie man als älterer Mensch bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden leben kann. In der Stadt sollen dafür zunächst sechs Netzwerke eingerichtet werden.

Gelsenkirchen.. Gelsenkirchen gehört zu fünf Modellregionen, die im Aufrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zeigen sollen, wie durch gezielte Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken die Lebensqualität der Menschen in eigenen vier Wänden bis ins hohe Alter gesichert werden kann. Beworben hatte sich die Stadt mit dem Projekt „QuartiersNETZ – Ältere als (Ko-)Produzenten von Quartiersnetzwerken im Ruhrgebiet“.

Oberbürgermeister Baranowski, der im Oktober 2013 in Berlin das Projekt der Jury präsentiert hatte, freut sich über den Erfolg: „Der Zuschlag bedeutet für Gelsenkirchen eine große Chance und zeigt erneut, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Die Fördersumme für Gelsenkirchen beträgt 4,6 Mio. Euro. Damit sollen sechs Quartiersnetzwerke umgesetzt werden: in Hassel-Nord, Buer-Ost, Schaffrath, Schalke-West, Hüllen und Feldmark-Ost. Über vier Jahre sollen mit Wissenschaft und Wirtschaft Lösungen entwickelt werden, die auch in anderen Regionen Deutschlands zur Anwendung kommen können. Die in den lokalen Quartiersnetzen gewonnenen Erfahrungen werden auf alle übrigen Stadtteile übertragen und an andere Revier-Städte weitergegeben.

Gemeinschaft von Wissenschaft und Praxis

„QuartiersNETZ“ wurde vom Seniorenbeauftragten Dr. Wilfried Reckert in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern entwickelt und auf einer Zukunftskonferenz im Juni 2013 in Gelsenkirchen vorgestellt.

Reckert: „Schon in den drei Monaten der Entwicklung haben wir das geschafft, was unseren Antrag auszeichnet und die Umsetzung erleichtern wird: die Gemeinschaft von Wissenschaft und Praxis, von Bürgern und IT-Dienstleistern, von Seniorenwirtschaft und Verwaltung und die starke Beteiligung von älteren Menschen selbst. Sie sind die Experten in eigener Sache.“

 
 

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