Abschied und Neubeginn auf Gleis X in Gelsenkirchen

Er ist der Neue bei Gleis X: Benedikt Ogrodowczyk (li.). Steffi Gruner und Jugendseelsorger Christoph Wichmann verlassen die Jugendkirche.
Er ist der Neue bei Gleis X: Benedikt Ogrodowczyk (li.). Steffi Gruner und Jugendseelsorger Christoph Wichmann verlassen die Jugendkirche.
Foto: Funke Foto Services
Mit Christoph Wiechmann und Steffi Gruner verlassen zwei Gründungsmitglieder die Jugendkirche. So geht es mit Nachfolger Benedikt Ogrodowczyk weiter.

Gelsenkirchen. Die katholische Jugendkirche Gleis X steht vor großen Veränderungen – Gleisarbeiten würden sie das wohl selber nennen. So verlassen gleich zwei Gründungsmitglieder die Gemeinde. Seelsorger Christoph Wiechmann zieht es für eine Pfarrstelle nach Oberhausen, in die Propsteipfarrei St. Pankratius. Und auch Jugendreferentin Steffi Gruner sucht neue Herausforderungen: Sie geht in die Berufungspastoral und bildet sich ab dem Wintersemester in Theologie weiter.

Gottesdienste sind gut besucht

Ein bisschen Wehmut ist dabei, beim Gespräch in der „Sessel-Lounge“ der Liebfrauenkirche in der Neustadt. „Nach vier Jahren Arbeit, wäre es jetzt eigentlich Zeit, die Früchte zu ernten und zu genießen“, sagt Christoph Wiechmann. Das „tolle Miteinander von Alt und Jung“ werde er vermissen. Denn auch, wenn es eigentlich eine Kirche für junge Menschen ist – den älteren Leuten gefällt’s. „Manchmal kommen Menschen vorbei und bedanken sich dafür, dass wir uns um die Kirche kümmern.“

Das Ziel vom Gleis-X-Team war immer klar: „Wir wollen Hemmschwellen abbauen.“ Nach einem holprigen Start bei den „Gleisbauarbeiten“ ist die Jugendkirche zu einer Institution geworden. Zum sonntäglichen (Abend-)Gottesdienst kämen regelmäßig bis zu 60 Besucher. Und die seien oft sogar aus anderen Städten. „Die wenigsten wohnen direkt in der Neustadt“, sagt Steffi Gruner.

Die 38-Jährige erinnert sich gerne an viele „Tickets“, bei denen sie mit Schülern, Studenten, Katecheten und Jugendleitern biblische Themen erarbeitet hat. „Da ging es oft sehr emotional zu. Für mich war das natürlich besonders schön.“ Eine der schönsten Erinnerungen ist für die Jugendreferentin außerdem der „Lauf für etwas Asche“ in der Fastenzeit.

Und er ist der Neue: Benedikt Ogrodowczyk, bisher Verantwortlicher bei der Ministrantenpastoral und geistlicher Leiter bei der katholischen jungen Gemeinde (KjG). Der 36-Jährige kennt Gleis X noch von den Gleisarbeiten, hat er doch schon Vertretungen in der Jugendkirche gemacht.

Neuer Teamleiter fängt 2016 an

Von der Atmosphäre in Gleis X habe er sich also bereits einen Eindruck verschaffen können – augenscheinlich einen guten. Mit Christoph Wiechmann ist er gut befreundet, der weiß sein Erbe in sicheren Händen. Benedikt Ogrodowczyk wird bis März 2016 mit einer halben Stelle bei Gleis X arbeiten, erst danach wird er voll in der Jugendkirche einsteigen.

Den Masterplan für seine kommenden Aufgaben hat der Seelsorger noch nicht. Erstmal solle alles so bleiben, wie es gerade ist. „Wir werden uns als Team gemeinsam orientieren.“ Dann wolle er schauen, was sich so ergibt. „Es wäre aber vermessen, jetzt alles anders machen zu wollen.“

 
 

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