60.000 Euro für Musiktheater im Revier

Fabienne Piepiora
Beim Neujahrsempfang des Fördervereins Musiktheater im Revier (MiR) stellte MiR-Pressesprecher Christoph Nagler den Mitgliedern im Kleinen Haus die neu gestaltete Webseite des Vereins vor. Foto: Martin Möller
Beim Neujahrsempfang des Fördervereins Musiktheater im Revier (MiR) stellte MiR-Pressesprecher Christoph Nagler den Mitgliedern im Kleinen Haus die neu gestaltete Webseite des Vereins vor. Foto: Martin Möller
Foto: WAZ FotoPool

Gelsenkirchen. Der Beitrag „Ich bin so unmusikalisch“, den Anke Sieloff von Alexander Steinbrecher intoniert, ist natürlich nur ein Spaß. Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Fördervereins Musiktheater (fmt) zeigen die Sänger einen Querschnitt aus aktuellen Produktionen.

Zum Jahresbeginn, in dem der Verein auch seinen 35. Geburtstag feiern will, gibt es frohe Botschaften zu verkünden: Die Oper „La Traviata“ und die Kinderoper „Das Kind und der König“ werden mit 60.000 Euro unterstützt. Das sind 10.000 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr. Zusätzlich wollen die Musiktheater-Unterstützer weiteres Geld zum Geburtstag sammeln. Außerdem soll es im Frühjahr eine neue Internetpräsenz des Fördervereins geben.

Genügend Geld trotz Finanzkrise

„Einige bezeichnen das Musiktheater als Elfenbeinturm. Aber das Haus ist in guten Händen“, lobt der fmt-Vorsitzende Alfred Weber und freut sich, dass es auch in Zeiten der Finanzkrise gelungen ist, genügend Geld zusammen zu bekommen. „Die Kultur steht ja in Konkurrenz zu Sport und sozialen Projekten.“ Generalintendant Michael Schulz betont hingegen, dass das Haus keinesfalls ein Elfenbeinturm sei und gut verankert ist in der Stadt. Er freut sich schon auf die neue Saison.

Ein Teil des Geldes kommt Carsten Kirchmeiers Produktion „Das Kind und der König“ zugute. In dem Stück geht es um einen unfreundlichen Herrscher, der keine Kinder mag und die bei ihm nicht spielen dürfen. Nur ein Junge freundet sich mit dem König an und erfährt, dass er keine glückliche Kindheit hatte. „Wir haben einen pädagogischen Anspruch an unsere Produktion“, versichert Carsten Kirchmeier im Gespräch und freut sich über das Geld, das der Förderverein zur Verfügung stellt. F.P.