18-Jährige geschlagen und bedroht - Freund findet das "normal"

Ein 24-jähriger Gelsenkirchener hat seine 18-jährige Lebensgefährtin geschlagen und bedroht.
Ein 24-jähriger Gelsenkirchener hat seine 18-jährige Lebensgefährtin geschlagen und bedroht.
Foto: Knut Vahlensieck
Nach einem Streit hat ein 24-jähriger Gelsenkirchener seine 18-jährige Lebensgefährtin getreten und ihr ins Gesicht geschlagen. Daraufhin flüchtete die junge Mutter ins Badezimmer und alarmierte die Polizei. Der Mann gab später bei den Beamten an, sein Verhalten sei "ja wohl normal".

Gelsenkirchen. Eine Streifenwagenbesatzung wurde am Donnerstagmorgen gegen 9.30 Uhr zur Hohenzollernstraße im Ortsteil Bulmke-Hüllen gerufen. Eine 18-jährige Gelsenkirchenerin hatte sich in ihrem Badezimmer eingeschlossen, weil ihr 24-jähriger Freund sie zuvor geschlagen und bedroht hatte.

Im Keller versteckt

Als die Polizisten eintrafen, hatte der junge Mann bereits die Wohnung verlassen und sich im Keller vor ihnen versteckt. Die Beamten stellten ihn dort zur Rede. Er räumte zunächst nur ein, dass es zu einer verbalen Auseinandersetzung gekommen sei.

Die 18-Jährige schilderte den Polizisten jedoch einen anderen Verlauf. Nach dem verbalen Konflikt trat ihr der 24-Jährige gegen das Bein. Als diese dann das gemeinsame Kind auf den Arm nahm, schlug er ihr ins Gesicht. Die Frau ging daraufhin zur Balkontür auf Distanz. Hier riss er ihr das Kind aus dem Arm und drohte ihr. Daraufhin flüchtet die junge Mutter ins Badezimmer und alarmierte die Polizei. Dem Kind geschah nichts.

Platzverweis erteilt

Als die Beamten den jungen Mann mit diesen Vorwürfen konfrontierten, räumte er sie mit der Bemerkung, das sei "ja wohl normal" ein. Die Beamten sprachen zunächst ein zehntägiges Rückkehrverbot gegen ihn aus und erteilten ihm einen Platzverweis.

Kurz danach erhielt die Gelsenkirchenerin auf ihrem Handy zwei Sms mit bedrohendem Inhalt von ihm. Nach Verlassen der Wohnung trafen die Beamten den Mann unweit davon an. Er kündete ihnen gegenüber an, wieder zur Wohnung seiner Freundin zurückzukehren, um noch etwas mit ihr zu „klären“. Zur Verhinderung weiterer Straftaten nahmen ihn die Beamten daraufhin mit ins Gewahrsam. Nach Gemütsberuhigung wurde er am Nachmittag wieder entlassen.

 
 

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