15-Jähriger droht Polizei mit Messer - Beamte ziehen Waffen

Mit diesem Messer fuchtelte der 15-Jährige vor den Bundespolizisten herum.
Mit diesem Messer fuchtelte der 15-Jährige vor den Bundespolizisten herum.
Foto: Polizei
Im Gelsenkirchener Hauptbahnhof hat ein 15-Jähriger erst eine Gruppe von jungen Hünxern und dann zwei Bundespolizisten bedroht. Waffe eingezogen.

Gelsenkirchen/Hünxe.. Weil sie von einem 15-Jährigen mit einem Messer bedroht worden sind, mussten zwei Bundespolizisten am Gelsenkirchener Hauptbahnhof ihre Schusswaffen ziehen und mit deren Einsatz drohen. Vorausgegangen war am Samstagabend eine Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen von Heranwachsenden.

Gegen 21.20 Uhr war ein junger Mann aus Hünxe, der mit sieben Freunden im Alter von 17 bis 20 Jahren im Hauptbahnhof unterwegs war, im Bericht des Personentunnels auf dem Geländer einer Rolltreppe heruntergerutscht. Dadurch habe sich nach Angaben der Bundespolizei eine andere Gruppe Jugendlicher gestört gefühlt. Der zunächst verbalen Auseinandersetzung folgte eine körperliche, wobei nach Angaben eines Polizeisprechers auch die Fäuste flogen. Schließlich zog ein 15-jähriger Gelsenkirchener aus der zweiten Gruppe ein Einhandmesser mit einer neun Zentimeter langen Klinge und bedrohte damit die Hünxer. Die flüchteten durch den Bahnhof und wurden dabei von dem Jugendlichen und einem 14-jährigen Begleiter verfolgt.

Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung

Als sie auf eine Streife der Bundespolizei trafen, stürmte der Gelsenkirchener mit dem aufgeklappten Messer auf die Beamten zu. Erst durch das Ziehen der Dienstwaffen konnten die Polizisten dem Treiben ein Ende setzen. Daraufhin ließ der 15-Jährige das Messer fallen und versuchte zu flüchten. Nach kurzer Verfolgung konnte er durch einen Bundespolizisten festgenommen werden. Auch der 14-Jährige wurde vorläufig festgenommen.

Den genauen Tathergang müssen weitere Ermittlungen ergeben. Nach Rücksprache mit dem zuständigen Fachkommissariat der Gelsenkirchener Polizei wurden die beiden Jugendlichen ihren Erziehungsberechtigten übergeben. Die Bundespolizei leitete gegen die beiden Jugendlichen ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung und Körperverletzung ein, gegen den 15-Jähigen zusätzlich wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Das Messer wurde durch die Bundespolizei eingezogen.

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