116 Millionen vom LWL helfen vor allem Inklusion vor Ort

Das Sozialwerk St. Georg wird ebenfalls stark vom Landschaftsverband Westfalen gefördert. Hier ein Team mit Mitarbeitern, das den Film „Psycho, oder was?“ erarbeitete.
Das Sozialwerk St. Georg wird ebenfalls stark vom Landschaftsverband Westfalen gefördert. Hier ein Team mit Mitarbeitern, das den Film „Psycho, oder was?“ erarbeitete.
Foto: WAZ
Menschen mit Behinderten und Pflegebedürftige profitieren in Gelsenkirchen am meisten von den Zuschüssen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe. Behindertenwohnheim, betreutes Wohnen, soziale Projekte aber auch Kultur in Gelsenkirchen bekommen Geld vom Verband aus Münster.

Gelsenkirchen. Inklusion , also das Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderungen, steht für den Landschaftsverband Westfalen Lippe – neben Kulturförderung, Jugendhilfe und Psychiatrie – schon lange auf der Tagesordnung. Im vergangenen Jahr flossen aus der Kasse des in Münster ansässigen Verbandes mit seinen insgesamt 13.000 Beschäftigten allein 116,5 Millionen Euro (knapp sieben Millionen Euro mehr als im Vorjahr) nach Gelsenkirchen. Der Großteil kam Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftigen zugute.

Gut 72 Millionen Euro flossen in soziale Aufgaben, gingen etwa an Einrichtungen des Sozialwerks St. Georg, oder an das Martin-Luther-Haus. Vertreten wird die Stadt Gelsenkirchen in der Landschaftsversammlung, die über die Verteilung der Gelder beschließt, von Wolfgang Heinberg (CDU), Lutz Dworczak (SPD) und Dieter Gebhard (SPD).

„Mit dem Geld finanziert der LWL die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, zum Beispiel das selbstständige Wohnen“, so die Abgeordneten. Dabei soll das ambulant betreute Wohnen noch stärker als Alternative neben den Wohnheimen gefördert werden. 703 Menschen wurde dabei vor Ort vom LWL 2012 – 45 mehr als im Vorjahr.

Inklusion für 267 Kinder finanziert

793 Wohnheimplätze (806 waren es 2011) finanzierte der LWL im Vorjahr, für 1095 Plätze in Werkstätten für Behinderte übernahm der Kommunalverband die Finanzierung. Das LWL-Integrationsamt gab zudem rund 1,7 Millionen Euro aus, um Menschen mit Handicap ins Arbeitsleben zu integrieren, ihren Arbeitsplatz umzugestalten oder zu erhalten. Den Ausgleich zahlen Betriebe, die zu wenige schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

267 Kinder mit Behinderungen aus Gelsenkirchen gingen in einen Förderschulkindergarten oder eine Förderschule des LWL. 1,3 Millionen Euro zahlte der Verband dafür, dass 180 Kinder zusammen mit nichtbehinderten eine von 56 Regel-Kitas besuchen konnten. 30 LWL-Mitarbeiter arbeiten vor Ort an Förderschulen. Der Mitgliedsbeitrag, den die Stadt 2012 an den LWL zahlte, belief sich auf 66,2 Mio Euro..