Zäune versperren den Weg zur Bahnhofstreppe

Ein Stahlmattenzaun versperrt jetzt den Zugang zum Bahnhof Buer-Süd.
Ein Stahlmattenzaun versperrt jetzt den Zugang zum Bahnhof Buer-Süd.
Foto: Funke Foto Services
Die Kritik am maroden Zustand der Bahnhofstreppe am Haltepunkt Buer-Süd hat schnelle Wirkung gezeigt: Zäune versperren den schnellen Weg zum Bahnsteig. So hatten sich die Anlieger die Lösung dieses Problems nicht vorgestellt.

Gelsenkirchen-Beckhausen..  Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Bericht in der Zeitung auch Wirkung zeigt. Der Hinweis der WAZ Buer auf die marode Treppenanlage am Ende des Bahnsteigs am Haltepunkt Buer-Süd („Auf Stolperkanten zum Bahnsteig“ vom 21. Februar) hat die Verantwortlichen zu einer schnellen Reaktion veranlasst - allerdings wohl kaum im Sinne der Bahnkunden und der Anlieger.

Am vergangenen Wochenende wurde der schnelle Zugang von Albert-Schweitzer-Straße und Querstraße zum Bahngelände für die Öffentlichkeit gesperrt. Am oberen und unteren Ende der Treppe wurden stabile Stahlmattenzäune errichtet und eine ganze Wagenladung Erdreich angekarrt. Das deutet wohl darauf hin, dass die Treppenanlage verfüllt und plan gemacht wird.

So hatte es sich Jochen Schäfers nicht gedacht, als er kürzlich auf den Zustand des Zugangs aufmerksam gemacht hatte. „Diese Treppe ist lebensgefährlich“, hatte er kritisiert und damit allerdings die Hoffnung verbunden, dass die schiefen Treppenstufen gerichtet und wieder ausgebessert würden. Das Gegenteil ist nun der Fall.

„Ein Vorgehen nach Gutsherrenart“

Die Sperrung der Treppenanlage hat sich in Beckhausen und Buer-Süd schnell herumgesprochen. „Nun steht ein Zaun vor der Treppe und die Gefahr ist beseitigt. Nur muss man jetzt bis zur Horster Straße und dann wieder zurück zum Bahnhof gehen“, ärgert sich WAZ-Leser Bernd Dörnemann. Und auch Bezirksbürgermeister Joachim Gill (SPD) ist mit der Reaktion der Bahn-Verantwortlichen nicht einverstanden. „Das ist ein Vorgehen nach Gutsherrenart“ schimpft er und kritisiert, dass den Bahnkunden jetzt Umwege auf dem Weg zum Bahnhof zugemutet würden.

 
 

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