Wenn der Legostein in der Nase feststeckt

Kinder sind neugierig und voller Entdeckerlust. In ihrer Unerfahrenheit sind sie Gefahren ausgesetzt: Das Krabbelkind stürzt vom Sofa, der Dreijährige trinkt den Haushaltsreiniger, der Legostein wird in die Nase gestopft, Papas Tasse mit dem heißen Kaffee kippt um und ergießt sich über den Körper des Kleinkindes. Kurze Momente der Unachtsamkeit können gravierende Folgen haben. Verbrennungen, Vergiftungen, Krampfanfall, Stürze, Atemnot oder Beinahe-Kindstod – in Notfällen ist Panik der schlechteste Berater. Doch wie leistet man bei Säuglingen und Kleinkindern Erste Hilfe? Was ist zu tun? Antworten darauf liefert die Kinder- und Jugendklinik im Rahmen eines Erste-Hilfe-Kurses.

Die ersten Minuten sind entscheidend

Die meisten Kinderunfälle ereignen sich zu Hause und in der Freizeit. Mehr als 42 Prozent der Kinder verunglücken hier, mehr als im Straßenverkehr. Die ersten Minuten nach einem Kindernotfall entscheiden oft über den weiteren Verlauf der akuten Erkrankung oder Verletzung. „Kinder unterscheiden sich im Körperaufbau und in der Körperfunktion deutlich von Erwachsenen. Ebenso unterscheidet sich die Erste Hilfe am Kind in wichtigen Punkten von der Ersten Hilfe am Erwachsenen“, sagt Assistenzärztin Alicia Weidmann und lädt am Donnerstag, 15. Januar, 19.30 Uhr, zu einem Erste-Hilfe-Abend in die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen ein. Gemeinsam mit Kirsten Rohleder, Fachkinderkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie, gibt sie nützliche Informationen zu Notfallmaßnahmen beim Säugling und Kleinkind mit praktischen Übungen der Wiederbelebung.

Anmeldung erbeten

Eltern, Erzieher, Tagesmütter, Lehrer und andere am Thema Interessierte, die an der Veranstaltung in der Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen teilnehmen möchten, sollten sich telefonisch unter 369-220 anmelden. Der Kostenbeitrag beträgt pro Teilnehmer zehn Euro. Veranstaltungsort ist die Kinder- und Jugendklinik Gelsenkirchen, Adenauerallee 30, Seminarraum über der Cafeteria.

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